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Türchen 5: Wieso stellt man Tannenbäume an Weihnachten auf?

In frühen Zeiten wurde am 24. Dezember an den Sündenfall erinnert. Der Sündenfall ist eine biblische Geschichte des Christentums über die ersten Menschen Adam und Eva, die im Paradies lebten und dort von dem „Baum der Erkenntnis“ einen Apfel gegessen haben, obwohl Gott es ihnen verboten hatte. Daraufhin verbannte Gott die beiden aus dem Paradies und sie mussten auf der Erde leben. Um an diese „Ursünde“ zu erinnern, wurden früher in Europa immergrüne Pflanzen aufgestellt und mit Äpfeln beschmückt, um den Apfelbaum aus der Geschichte des Sündenfalls nachzustellen. Dafür wurden Tannenbäume aufgestellt, da die Tanne eine sehr verbreitete immergrüne Pflanze ist.

Da am 24. Dezember auch die Geburt Jesus gefeiert wurde, blieb der Weihnachtsbaum, der eigentlich an etwas anderes erinnert, oft stehen und als über die Zeit der Sündenfall als Feierlichkeit in Vergessenheit geriet und die Feierlichkeit der Geburt Jesus immer mehr in den Vordergrund rückte, blieb von dieser Feierlichkeit nur noch der Weihnachtsbaum übrig. Aus den Äpfeln wurden schließlich unsere Christbaumkugeln. Durch den Reformator Martin Luther ist die Feierlichkeit der Geburt Jesu immer mehr verweltlicht worden und wurde von den Menschen zu Hause gefeiert, in ihren privaten Räumen und nicht nur in Kirchen. Die Menschen haben daraufhin immer mehr Schmuck an den Baum angehängt.

Das ist der Hintergrund, warum heutzutage in der Weihnachtszeit überall reichlich beschmückte Weihnachtsbäume aufgestellt werden. Die wenigsten Menschen kennen aber die Geschichte dahinter.

Finn Krause, 8b