Lehrerin des Monats April: Frau Bender
In unserer Rubrik ,,Lehrkraft des Monats“ stellt die Bettiversum-Redaktion Lehrkräfte vor, die uns besonders aufgefallen sind. Zum Beispiel durch außergewöhnliche Projekte, besonders motivierenden Unterricht oder weil eine außergewöhnlich gute Lernatmosphäre im Unterricht herrscht. Für den Monat April haben wir Frau Bender gewählt! In unserem Interview könnt ihr sie näher kennenlernen.
Bettiversum: Lesen Sie das Bettiversum?
Frau Bender: Immer!
Bettiversum: Wer sind Sie und woher kommen Sie?
Frau Bender: Mein Name ist Astrid Bender. Ich komme ursprünglich aus Baden-Württemberg und bin seit 2007 in Frankfurt und an der Bettinaschule. Ich unterrichte Deutsch und Englisch, wobei mir beide Fächer gleichermaßen am Herzen liegen.
Bettiversum: Was mögen Sie am meisten an Ihrer Arbeit als Lehrerin?
Am meisten Freude macht mir die tägliche Arbeit mit meinen Schülerinnen und Schülern: Man geht zur Arbeit und weiß vorher nie so genau, was wieder passieren wird, sodass nie Langeweile aufkommt. Ich finde es wunderschön, mich mit den Jugendlichen auszutauschen und auch viel zusammen zu lachen.
Bettiversum: Gibt es eine Anekdote aus Ihrem Berufsleben, die Sie uns erzählen möchten?
Als ich noch junge Lehrerin an meiner ersten Schule war, sollten meine Fünftklässler im Deutschunterricht Referate halten zum Thema „Mein liebstes Hobby“ oder „Mein Haustier“. Um das Ganze etwas realitätsnaher zu gestalten, hatte ich den Kindern erlaubt, ihr Haustier für diese Stunde, die am Nachmittag lag, mitzubringen. Sie waren begeistert und baten ihre Mütter, die Tiere vorbeizubringen.
Was ich nicht auf dem Schirm hatte: Auf dem Weg zum Klassenzimmer musste man am Zimmer des Schulleiters vorbei, das ein Fenster hatte. Mein Chef schaute nicht schlecht, als dann erst eine Dame mit Dackel, dann eine mit Katze im Körbchen und schließlich eine mit Vogelkäfig nebst Kakadu an ihm vorbeiging, dicht gefolgt von einem Hamster und einem Leguan. Mein Schulleiter folgte ihnen – leider – bis in unseren Klassenraum, der inzwischen aussah wie der Warteraum einer Tierarztpraxis… Ich sage es mal so: Das Ganze hatte ein Nachspiel, doch für die Kinder war der Nachmittag unvergesslich.
Bettiversum: Sehr lustig. Eine ganz andere Frage: Was halten Sie von Hausaufgaben?
Da der Unterricht bei uns für die Kinder oft schon um 13:15 Uhr endet, erachte ich Hausaufgaben in einigen Fächern leider als notwendig, um bestimmte Themen zu üben und zu vertiefen. Hätten wir ein Schulsystem wie in den Niederlanden, wo die Kinder jeden Tag bis 16:00 Uhr Unterricht haben, wären Hausaufgaben natürlich unnötig. Jetzt lässt sich jedoch darüber streiten, was einem besser gefällt.
Bettiversum: Hatten Sie als Kind Traumberufe?
Frau Bender: Ich wollte immer Tierärztin, Profilerin, Anwältin oder Bundeskanzlerin werden, doch habe mich schließlich für den Beruf der Lehrerin entschieden.
Bettiversum: Was waren ihre Lieblingsfächer in der Schule?
Frau Bender: Ich mochte Deutsch, Englisch und Musik besonders gern, aber eigentlich fast alle Fächer – außer Mathe und Sport.
Bettiversum: Waren die Lehrkräfte in ihrer Schulzeit eher abschreckend oder Vorbilder?
Frau Bender: Die meisten meiner Lehrkräfte waren Vorbilder, auch wenn ich das manchmal erst hinterher erkannt habe. Viele von ihnen waren sehr exzentrisch, doch sie haben uns mit Herz und oft auch Humor viel beigebracht und wir mochten sie mit ihren ganzen Schrullen. Natürlich gab es auch ein paar andere, doch ein kleines Lehrertrauma gehört ja wohl dazu 😉
Bettiversum: Worüber sprechen Lehrkräfte im Lehrerzimmer?
Frau Bender: Über alles, was menschlich ist .
Bettiversum: Wie sind sie auf die Idee gekommen, Lehrerin zu werden?
Frau Bender: Ich finde die Begegnung mit Kindern und Jugendlichen sehr bereichernd und erfrischend, sodass ich mich deshalb gegen diese ganzen anderen Traumberufe entschieden habe.
Bettiversum: Und wie sähe Ihre Traumschule aus?
Frau Bender: Meine Traumschule hätte eine tolle Ausstattung inklusive Werkstatt und Schulküche, damit man auf unkomplizierte Weise fächerübergreifend und projektorientiert unterrichten könnte. Auch fände ich es schön, wenn man niedrigschwellig Exkursionen / Unterrichtsgänge etc. durchführen könnte.
BV: Vielen Dank für das Gespräch!
Von Lena Schmidt und Sophia Scardillo, 6a
