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Lehrer des Monats: Herrn Desoi

Bettiversum: Wer sind Sie, woher kommen Sie und was wissen die meisten noch nicht über Sie?

Hr. Desoi: Mein Name ist Markus Desoi. Ich komme gebürtig aus Osthessen, genauer gesagt der Region Fulda. Seit mittlerweile 2011 arbeite ich an der Bettinaschule und habe hier auch mein Referendariat gemacht – das ist die Ausbildung zum Lehrer nach dem Studium. Dann wurde ich glücklicherweise übernommen und schnell sind 15 Jahre vergangen. Ich bin Musik- und Deutschlehrer, dabei auch eigentlich immer Klassenlehrer oder Tutor. Seit einigen Jahren bin ich zudem Fachsprecher Musik, aktuell teile ich mir die Aufgabe mit Herrn Weber, was prima funktioniert.

Viele wissen vermutlich nicht, dass mein erstes Instrument nicht Posaune oder Klavier war, sondern ich mit der Blockflöte begonnen habe, da war ich in der 1. Klasse. Hat mir großen Spaß gemacht.

BV: Welche Instrumente spielen Sie?

Hr. Desoi: Mit 9 Jahren folgte auf die Blockflöte dann Klavier und später habe noch Kirchenorgel und Tenorhorn gespielt. Die meisten kennen das Instrument gar nicht. Man spielt es in Blasmusikvereinen oder bei Kirchenbläsern. Es sieht ein bisschen so aus wie ein etwas größeres Waldhorn und erinnert klanglich sehr an die Posaune.

Musiklehrer und -lehrerinnen lernen in ihrer Ausbildung dann verschiedene Instrumente kennen und das Klavier muss immer dabei sein. Wir haben aber ein Hauptinstrument. Man spricht im Studium von unserem Hauptfach und das war bei mir die Posaune. Das heißt, ich bin ein Blechbläser.
In der Schule spiele ich meistens Klavier, das macht mir großen Spaß, insbesondere, wenn ich mich nicht an Noten halten muss und eher Pop- oder Gospelsongs spielen darf.
Manchmal nehme ich im Musikunterricht auch die Gitarre in die Hand, aber da kann ich nur drei Akkorde und halte das Instrument falsch herum, da würde ich niemals sagen, dass ich das Instrument auch nur ansatzweise beherrsche.

BV: Lesen Sie Bettiversum?

Hr. Desoi: Ja, ich lese das Bettiversum und finde, dass ihr eine tolle Arbeit macht! Euer Angebot ist sehr bunt, da ist für alle etwas dabei. Mich interessieren unter anderem die Lehrer:innenportraits, Berichte über Schulveranstaltungen, aber auch Artikel über Dinge, von denen ich keine Ahnung habe.

BV: Was war Ihr Traumberuf als Kind?

Hr. Desoi: Ich wollte natürlich, der Klassiker, Feuerwehrmann werden, bin dann auch in die Jugendfeuerwehr gegangen und noch heute passives Mitglied in meiner Heimatgemeinde. Aber beruflich war das nichts für mich und in meiner Familie gibt es relativ viele Lehrer:innen. Da konnte ich immer sehen, dass das doch bei allen Schwierigkeiten ein großartiger Beruf ist, und so sehe ich das heute noch.

BV: Was war Ihr Lieblingsfach in der Schule?

Hr. Desoi: Mein Lieblingsfach in der Schule war zunächst einmal Sport, insbesondere, wenn wir Ballsportarten machten, aber auch Schwimmen machte Spaß. Ich mochte in der Grundschule auch Sachunterricht sehr gerne. Da hat uns einmal unsere Lehrerin einen Elektrostecker erklärt, das war spannend. Und in der weiterführenden Schule wurde es dann Deutsch – das Fach, welches ich heute neben Musik unterrichte.

BV: Jetzt die Gegenfrage: Was war Ihr „Hassfach“?

Hr. Desoi: Das Fach, das ich gar nicht mochte, vor allem, weil ich es nicht konnte, war Mathe. Man sagt zwar, Musiker:innen könnte auch gut Mathe, das trifft bei mir aber so gar nicht zu. Mathe hat mich von morgens bis abends gestresst und ich war froh, als ich es hinter mir hatte. In der Grundschule war es noch aushaltbar, dann wurde es aber immer schwieriger. In der Oberstufe ging es dann wieder besser, glücklicherweise.

BV: Und welche Noten hatten Sie in Mathe?:

Hr. Desoi: Oh, von der Grundschule weiß ich es nicht mehr so genau. Später war es immer so im Dreier-Vierer-Bereich. In einem Schuljahr habe ich, das werde ich nie vergessen, einmal eine eins geschrieben, da dachte ich „Hurra!“ – jetzt läuft es endlich. Die nächste Arbeit wurde dann prompt eine fünf…. Ich habe dann insgesamt eine drei im Zeugnis bekommen, war okay für mich.

BV: Was war das Lustigste, was Sie je an der Bettinaschule erlebt haben?

Hr. Desoi: Lustige Erlebnisse habe ich oft, wenn ich mit dem Orchester arbeite. Die Orchesterfahrt ist dafür ein gutes Beispiel und hier gäbe es viele Momente, die man nennen könnte.
Um mal Eines herauszustellen: Es ist noch gar nicht so lange her, vielleicht vier Jahre. Da hatten wir in Bad Marienberg viel Schnee. Wir machten mit den vielen Schüler:innen eine große Schneeballschlacht – das hat unglaublich viel Spaß gemacht. Am Ende waren alle nass und uns war kalt, aber es waren alle zufrieden. Eine Schneeballschlacht mit über 40 Leuten ist einfach ein besonders lustiges Erlebnis und als Lehrer kriegt man Einiges ab, Frau Liebrich-Schäfer und Herr Block können das sicher bestätigen.

BV: Warum sind Sie Musiklehrer geworden?:

Hr. Desoi: Weil ich gerne Musik mache! Musik war immer meins, im Musikverein oder auf der Orgelbank. Aber ich wollte auch immer Lehrer werden. Man wird manchmal im Musikstudium gefragt: „Was willst du in der Schule, willst du nicht was anderes machen?“ Vor allem, wenn es in einem Fach ganz ordentlich läuft. Ich wollte aber immer in die Schule, weil ich den Beruf wirklich sinnvoll finde. Man arbeitet mit jungen Menschen, und, wenn es gut läuft, kann man auch etwas bewirken. Wenn ich Konzerte mit Kindern und jungen Erwachsenen veranstalte, sehe ich, was Schüler:innen leisten können, das ist großartig.

BV: Wie stehen Sie dazu, dass man ab diesem Jahr in manchen Bundesländern eine fünf nicht mehr ausgleichen kann?

Hr. Desoi: Ich wusste nicht, dass das so ist. In Hessen sind wir da nicht betroffen. Wenn andere Bundesländer das so handhaben würden, dann fände ich das problematisch, denn eine schlechte Note muss durch ein anderes Fach ausgeglichen werden können.

Ich bin, wie vorhin erwähnt, jemand, dem Mathe nicht so lag. Ich hatte keine fünf im Zeugnis, aber auch nicht immer eine drei. Trotzdem bin auch ganz gut durch die Schule gekommen und kann meinen Beruf ausüben. Daher fände ich es nicht so gut, wenn ich dieses Defizit nicht hätte ausgleichen können.

BV: Das war es dann auch schon. Herzlichen Dank für das Interview.

Hr. Desoi: Ich danke euch. Ihr habt das toll gemacht.

Lena und Sophia, 7a