Die Schulsprecherwahl – ein professionelles Chaos
Anfang September wurde die diesjährige Schulsprecherwahl durchgeführt. Auch die jeweiligen Stufensprecher:innen sowie die Vertrauenslehrer:innen wurden gewählt. Die Wahlen waren dieses Mal von Anfang an sehr professionell aufgebaut, doch es kam erneut zu großer Verwirrung
Schon Wochen vor den Wahlen gab es eine Nachricht im Schulportal, die um Bewerbungen für die verschiedenen Ämter bat. Wer sich jedoch tatsächlich aufstellen ließ, war nicht bekannt. Die Wahl selbst fand diesmal nicht wie gewohnt in der Aula statt, sondern – wie im letzten Jahr bei der Wahlwiederholung – im SV-Raum, der zum Wahlbüro umgebaut wurde. Der Wahlprozess erstreckte sich über eine Woche, und es gab einen festgelegten Plan, wann welche Klasse wählen durfte. Dabei wurde streng darauf geachtet, dass jede*r nur eine Stimme hatte, indem die Namen auf den Klassenlisten abgehakt wurden.
Schlussendlich gewannen die Schulsprecherwahl Odile, Lucy, Marlene und Lorin. Herzlichen Glückwunsch!
Bis hierhin klingt alles eigentlich sehr gut, oder? Es gab keine Komplikationen, keinen Verdacht auf Wahlbetrug, und die Wahl musste – anders als im letzten Jahr – nicht wiederholt werden. Doch es war nicht alles so perfekt geplant, wie es zunächst schien.
Schon vor der Wahl fiel auf, dass nur sehr wenige Teams Werbung machten. Das Gewinnerteam der Schulsprecherwahl war eines der wenigen: Mit Plakaten und Rundgängen durch die Klassen machten sie auf sich aufmerksam – wie man sieht, mit Erfolg. Doch damit waren sie fast die einzigen. Das führte dazu, dass viele Schüler*innen bei der Wahl überhaupt nicht wussten, welche Menschen sich hinter den Namen auf den Wahlzetteln verbargen.
Ich selbst war Wahlhelferin, und sowohl Schüler*innen als auch Lehrkräfte fragten mich, warum sich die Teams nicht vorgestellt hätten und wer die Personen seien, deren Namen sie auf den Zetteln lasen. Darauf konnte ich leider keine Antwort geben, denn ich wusste meist genauso wenig wie sie.
Zugegebenermaßen müssen wir uns alle erst an dieses neue Wahlmodell gewöhnen: Die Teams, die sich aufstellen, können sich nicht mehr unmittelbar vor der Wahl in der Aula vorstellen, sondern müssen eigenverantwortlich Werbung machen. Dennoch war es dieses Jahr schade, dass viele nur nach Gefühl wählen konnten, weil man nicht wusste, wer die Kandidat*innen waren – geschweige denn, was ihre Ziele für unsere Schule sind.
Hanna Zanolin, Q3
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