Skip to main content

Die Uni-Schnuppertage 2026

Endlich fertig mit der Schule! Aber was kommt dann? Früher oder später müssen wir uns alle diese Frage stellen. Manchen von uns fällt es leichter, sie zu beantworten, anderen schwerer. Manche haben ihren Traumberuf schon vor Augen, andere sind völlig überfordert mit ihrer Berufswahl. Zum Glück bietet die Goethe Uni Frankfurt „Schnuppertage“ an, an denen Oberstufenschüler:innen den Uni-Alltag miterleben können.

Auch ich durfte diesen Januar mit meinem Jahrgang (12.Klasse) zwei Tage die Uni besuchen. Welche Vorlesungen oder Seminare wir besuchen, egal ob Campus Westend, Riedberg oder Bockenheim, war uns komplett selbst überlassen. Dementsprechend selbstständig konnten wir unsere Tage gestalten. Auf einer Liste, die online einzusehen war, konnten wir uns die Veranstaltungen suchen, die uns am meisten interessierten. In meinem Fall waren das z.B. Pharmazie, Literaturwissenschaften, Französisch, Politik und Wirtschaft und Rechtswissenschaften. Wie man sieht, gab es ein breites Angebot, und ich habe versucht, aus den verschiedensten Fachbereichen etwas mitzunehmen.

Aufgefallen ist mir dabei auch die stark variierende Anzahl an Studierenden. Während ich in manchen Vorlesungen mit um die 100 Leuten in riesigen Hörsälen saß, in die auch locker über 500 Menschen gepasst hätten, waren kleinere Seminare nur mäßig besucht und bestanden aus weniger Leuten als eine normale Schulkasse. Beide Formen haben mir sehr gut gefallen: Von  ziemlich anonym in einer großen Menschenmenge bis hin zu einer gemütlichen Lernatmosphäre im kleinen Kreis.

Positiv überrascht hat mich, dass die Themen, die unterrichtet wurden, teilweise verständlicher waren als ich gedacht hätte! Und das zum Ende des Semesters! Aber wollen wir mal ehrlich sein: In anderen Vorlesungen war uns noch nicht einmal klar, von welchem Thema überhaupt gesprochen wurde. Aber das Ziel dieser Tage war es auch nicht, inhaltlich großartig viel zu verstehen, sondern eben einfach mal zu schauen, wie das Uni-Leben ist.

Auffällig war auch die entspannte Atmosphäre auf dem ganzen Campus. Da wir uns unseren eigenen Zeitplan gestalten durften, war man meistens in Kleingruppen oder alleine unterwegs und hatte in den Pausen die Möglichkeit, sich in verschiedene Cafés auf dem Campus zu setzen oder einen Spaziergang über das weitläufige Gelände zu machen. Die Uni-Gebäude waren größtenteils sehr modern und einladend gestaltet. Besonders gefallen haben mir auch die kurzen Gespräche mit den Studierenden, die total offen waren und sich über Interessierte sehr zu freuen schienen.

Mein Fazit: Diese Uni-Schnuppertage waren ein gelungenes Orientierungsangebot, weil nicht nur jemand erzählt hat, wie das für uns „in der Theorie irgendwie mal“ aussehen könnte. Wir waren in ganz normalen Vorlesungen, in denen keine Rücksicht darauf genommen wurde, dass wir Schüler sind, sondern wir wurden behandelt wie Studierende. Genau das hat diese Tage besonders gemacht: Wir haben erlebt, wie es wirklich ist!

Hanna Zanolin, Q2