Kendama – was ist das denn?
Kendama – Mehr als nur ein Spielzeug
Ein Kendama ist ein traditionell japanisches Geschicklichkeitsspiel, das aus zwei Hauptteilen besteht: dem Ken (= Schwert) und dem Tama (= Kugel). Beide sind durch eine Schnur miteinander verbunden.
Es gibt viele verschiedene Kendamas – in unterschiedlichen Größen, Farben und aus verschiedenen Materialien. Meistens bestehen sie komplett aus Holz. Kendama ist in Asien ein sehr beliebtes Kinderspielzeug, hat sich inzwischen aber weltweit verbreitet – und: Es ist auf keinen Fall nur etwas für Kinder!
Worum geht es eigentlich?
Ein Kendama hat, würde ich sagen, kein festes Ziel und keine festen Regeln – es geht vor allem darum, die eigene Geschicklichkeit zu trainieren. Und das macht richtig Spaß!
Man übt verschiedene Tricks und Kombinationen, von denen man viele sogar selbst erfinden kann.
Wenn du dir das Foto genau anschaust, kannst du die Fachbegriffe im Text besser zuordnen.
Man kann zum Beispiel versuchen, das Tama auf einen der vier verschiedenen Cups oder den Spike des Ken zu platzieren. Es geht aber auch umgekehrt: Man hält die Kugel in der Hand und versucht, das Ken aufzufangen.
Dazu kommen verschiedene Drehungen – und noch vieles mehr! Auch die Grifftechniken sind spannend und wichtig für viele Tricks. Die am häufigsten genutzten sind:
- Ken-Grip
- Sara-Grip
- Tama-Grip
- Candle-Grip
Dazu findest du viele hilfreiche Tutorials auf YouTube.
Kendama-Wettbewerbe
Es gibt sogar Wettbewerbe – zum Beispiel seit 2014 jährlich in Hiroshima (Japan). Dort findet die Kendama-Weltmeisterschaft statt, bei der hunderte Spieler:innen aus der ganzen Welt gegeneinander antreten.

Tipps für den Einstieg
- Versuche zuerst, den Big Cup mit dem Tama zu treffen.
- Vermeide den typischen Anfängerfehler: die Kugel im hohen Bogen hochzuschleudern – so hast du kaum Kontrolle.
- Gehe stattdessen gerade nach oben und nutze dabei die Kraft aus deinen Beinen – es ist nicht umsonst ein „Kniesport“!
- Wenn du den Big Cup gut triffst, kannst du dich an andere Cups wagen: Small Cup, Base Cup oder sogar Body Cup.
- Wenn du den Spike treffen willst, ist es besonders wichtig, dass du etwa 70–80 % der Kraft aus den Beinen und nur 20–30 % aus dem Arm nimmst – so geht die Kugel gerade hoch und du kannst das Loch gut treffen. (Tipp: Drehe die Kugel vorher leicht an!)
- Denk dir eigene Trick-Kombinationen aus – es gibt unendlich viele Möglichkeiten! Oder hol dir Inspiration in Videos im Internet.
- Besonders gut eignet sich Kendama für Lernpausen, um sich zwischendurch zu bewegen und danach wieder besser konzentrieren zu können.
- Lerne regelmäßig neue Tricks – du wirst schnell Fortschritte sehen!
Achtung, Suchtgefahr!
Wenn du einmal angefangen hast, ist es schwer, wieder aufzuhören – denn sobald du einen Trick beherrschst, willst du direkt den nächsten lernen. Es gibt immer etwas Neues zu entdecken!
Ich hoffe, du hast jetzt ein paar Inspirationen bekommen, was man mit einem Kendama alles machen kann – und vielleicht möchtest du es ja selbst ausprobieren oder zusammen mit Freund:innen lernen.
Es eignet sich übrigens auch super als Geschenk.
Viel Freude beim Ausprobieren!
Jonna Hofmann, 9b