Zum Hauptinhalt springen

Künstliche Intelligenz im Schulalltag – Chance oder Risiko?

Im Rahmen des Deutschunterrichts hat sich die 12. Klasse der Bettinaschule mit Reden und Redeanalysen beschäftigt. Zu einem selbstgewählten Thema durften die Schüler:innen eigene Reden verfassen, die an die Schulgemeinde gerichtet sind. Eine besonders gelungene, kurze Rede zum Thema KI in der Schule möchten wir hier veröffentlichen.

Liebe Mitschüler*innen, sehr geehrte Lehrkräfte,

Ich möchte heute über ein Thema sprechen, das unseren Schulalltag bereits verändert hat und das vielleicht sogar ohne, dass wir es bewusst merken: Künstliche Intelligenz.

Hand aufs Herz: Wer von euch hat schon einmal bei den Hausaufgaben eine KI zur Hilfe genommen? Vielleicht für eine Zusammenfassung. Vielleicht für eine Idee. Vielleicht sogar für eine komplette Lösung. Algorithmen wie ChatGPT sind längst keine Zukunftsmusik mehr, sie sind Realität. Doch was bedeutet das für uns und für den Schulalltag?

KI kann ein hilfreiches Werkzeug sein und das in vielerlei Hinsicht. KI kann Zeit sparen und Unterstützung bieten, vor allem, weil sie rund um die Uhr verfügbar ist. Doch das Entscheidende ist, dass ein Werkzeug nur dann nützlich sein kann, wenn wir lernen, richtig damit umzugehen. Denn KI kann auch zur Versuchung werden.

Wenn wir aufhören, selbst zu denken.

Wenn wir Ergebnisse übernehmen, ohne sie zu verstehen.

Wenn wir Verantwortung abgeben, statt sie zu übernehmen.

Wir stehen an einem Wendepunkt. Unsere Generation ist die erste, die mit dieser Technologie selbstverständlich aufwächst. Das ist eine Chance, aber auch eine enorme Verantwortung.
Lasst uns KI als Kompass nutzen, nicht als Lösungsheft. Lasst uns KI beim Denken nutzen, aber lasst sie nicht das Denken ersetzen. Lasst uns neugierig bleiben, kritisch bleiben und selbstständig bleiben. Am Ende zählt nicht, was ein Programm für uns schreiben kann, sondern was wir selbst verstehen und hinterfragen können.

Vielen Dank.

Von Soraya Steiner, Q2