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Tempo ist nicht gleich Geschwindigkeit 🙂

Bevor euch Yola aus der 7d von einem gelungenen Ausflug ihrer Klasse in die Physik-Abteilung des Uni-Campus Riedberg berichtet, erläutert Frau Chalazia, die Physiklehrerin der Klasse, genauer, worum es bei dem Thema des Tages – nämlich Tempo und Geschwindigkeit – eigentlich geht.
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Im Anfangsunterricht der Physik in der 7. Klasse lernen die Schülerinnen und Schüler grundlegende Themenbereiche wie Optik, Magnetismus, Wärmelehre, Elektrizitätslehre und Mechanik kennen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Kinematik, also der Bewegungslehre. Dieses Thema ist für den Physikunterricht besonders wichtig, da es an die Alltagsvorstellungen der Schülerinnen und Schüler anknüpft und wir dabei unsere Vorstellungen korrigieren und präzisieren können. Begriffe wie Tempo und Geschwindigkeit werden im Alltag oft verwendet, allerdings aus physikalischer Sicht sehr ungenau. In der Physik sind beide Begriffe klar definiert. Im Physikunterricht lernen wir, Bewegungen systematisch zu beschreiben und zu verstehen, worauf es dabei ankommt.

Um dieses Verständnis zu vertiefen, habe ich mit der 7d den Uni-Campus Riedberg als außerschulischen Lernort besucht. Dort konnten wir den Unterricht durch praktische Erfahrungen ergänzen und vor allem mit neuen experimentellen Möglichkeiten arbeiten, die im regulären Schulunterricht so nicht zur Verfügung stehen. Vor Ort – also an der Universität am Riedberg – wurden die Experimente von zwei Physikstudenten angeleitet, die die Versuche einführten, unterstützten und für Fragen zur Verfügung standen.

Wir arbeiteten dort in kleinen Gruppen an verschiedenen Stationen zum Thema Kinematik. Wir untersuchten beispielsweise die Bewegung eines Pendels, filmten und analysierten Bewegungsabläufe und setzten uns mit physikalischen Fragestellungen auseinander. Eine besonders anschauliche Station knüpfte an eine Szene aus dem Film „Speed“ an: Die Schülerinnen und Schüler untersuchten anhand eines Modells, mit welcher Geschwindigkeit ein Auto eine beschädigte Brücke überwinden könnte und welche Höhe und Weite dafür notwendig wären. Zudem führten wir ein Wettrennen mit Spielzeugautos durch, wobei das iPad als eine Art Lenkrad genutzt wurde.

Die iPads spielten eine zentrale Rolle, da sie zur Dokumentation der Experimente eingesetzt wurden. Wir nahmen unsere Versuche auf und konnten mithilfe spezieller Apps die Bewegungsabläufe genauer analysieren und besser erklären. Diese digitalen Werkzeuge ermöglichten eine vertiefte Auseinandersetzung mit den physikalischen Inhalten, und wir konnten die Zusammenhänge viel besser verstehen, weil diese Art des Lernens im normalen Unterricht oft nicht möglich ist.

Insgesamt bot der Ausflug eine wertvolle Ergänzung zum Unterricht, da er theoretische Inhalte mit praktischen Erfahrungen verknüpfte und den Lernenden einen motivierenden und anschaulichen Zugang zur Physik ermöglichte.

______________________________________Und so erlebte Yola als Schülerin den Tag:

Voller Vorfreude sind wir in den Tag gestartet – ein ganzer Tag nur Physik. Was gibt es Besseres?

Wir haben uns alle zusammen vor unserem Klassenraum – der 7d – versammelt und sind zum Ausflug an die Uni gestartet. Nach ein paarmal Umsteigen waren wir auch schon da. Erst einmal erschreckend: So viele Gänge, Stockwerke und Türen – wo müssen wir genau hin? Nach einer Weile haben wir dann aber den richtigen Raum gefunden und wurden sehr herzlich von zwei Physikstudenten begrüßt, die uns an diesem Tag angeleitet haben und für Fragen zur Verfügung standen.

Im Unterricht hatten wir zu dem Thema bisher kaum etwas gemacht, daher war vieles neu für uns. Und dann ging es auch schon los. Wir bildeten Zweiergruppen. Jede Gruppe durfte sich ein iPad und einen Aufgabenbogen nehmen und anschließend die fünf Stationen bearbeiten. Natürlich wurde uns vorher erklärt, wie wir mit den iPads umgehen sollten. Bei den Stationen ging es – allgemein gesagt – um Bewegung, also Kinematik und Mechanik, sowie um den Unterschied zwischen Tempo und Geschwindigkeit.

Die Stationen waren immer gleich aufgebaut:

  1. Filmen der Bewegung
  2. Eingabe aller wichtigen Daten und Informationen in eine App auf dem iPad
  3. Bearbeitung der entsprechenden Aufgaben im Aufgabenbogen

Die letzte Station war allerdings etwas anders und hat den meisten – vermute ich – am meisten Spaß gemacht. Wir konnten nämlich selbst kleine Autos steuern und fahren lassen. Auch dabei spielte die Physik natürlich eine wichtige Rolle, selbst wenn sie spielerisch mithilfe zweier Autos dargestellt wurde, die man mit den iPads steuern konnte. Außerdem konnten wir bei Fragen jederzeit nachfragen, und uns wurde alles noch einmal langsam und verständlich erklärt, sodass am Ende wirklich jeder etwas Neues gelernt hatte.

Im Endeffekt würde ich den Ausflug auf jeden Fall noch einmal machen wollen und kann ihn nur empfehlen. Es hat super viel Spaß gemacht, und das Thema Bewegung wurde sehr gut erklärt. Insgesamt ist Physik ein wichtiges Fach, mit dem man sich auch in seiner Freizeit beschäftigen kann, denn Physik spielt in unserem Alltag eine wichtige Rolle.

Yola, 7d