Türchen 11: Bettinaschülerin gewinnt im Schreibwettbewerb
Sofia Rogecheva aus der 8a hat im bundesweiten Schreibwettbewerb „ohnepunktundkomma“ mitgemacht mit einem sehr berührenden Erzählgedicht und ist eine der Preisträgerinnen! Wir gratulieren herzlich und freuen uns, dass wir ihren Text hier veröffentlichen dürfen.
Das Rotkehlchen, das den Krieg beendete
Vor nicht allzu langer Zeit
Waren zwei Stämme zum Kampf bereit. Engel und Dämonen bekämpften sich,
Was eigentlich schon einem Weltkrieg glich. Fast alle hatten eine Seite gefunden,
Einige waren aber einfach entschwunden. Doch eine hatte sich nicht entschieden, Rotkehlchen Mond, sie liebte das Fliegen. Sie hatte die Engel als Freunde,
War aber auch bei Dämonen keine Fremde. “Was soll ich nur tun?”, dachte Mond jeden Tag. “Wo ich doch beide Seiten mag?”
Eines Tages flog sie zu den Engeln, Und hörte: ”Ich will ja nicht drängeln, Aber wissen die Dämonen,
Was wir ihnen sagen wollen?“ “Hmm, weiß nicht so genau,
Die sind ja auch nicht sonderlich schlau… Doch überbringt die Nachricht Rächer?” Plötzlich erkannte Mond die Sprecher.
Himmel, ein guter Freund,
Wer gegen den Greif kämpfte, hat es bereut. Und Licht, der Anführer der Engel,
Viele sagen, er hat keine Mängel. Die Beiden hatten Mond entdeckt,
Himmel rief: “Mond! Du stehst so im Schatten verdeckt, Komm doch her! Du wirst’s nicht bereuen,
Ich hab eine Idee für dich, du wirst dich sicher freuen!” Neugierig hüpfte der Vogel hin,
Mond empfand’s als sehr warm hier drin. Deswegen ist es nicht gelogen, was gleich war. Für Mond war es einfach zu wunderbar.
“Also”, sagte Himmel,
“Du magst ja nicht gerne Gewimmel. Ich meine die beim Kampf im Krieg, Zwischen Niederlage und Sieg.
Du hast keine Seite,
Du sagtest, du magst beide.
Wir haben Nachrichten für die Dämonen,
Doch Engel müssen Kräfte für den Kampf schonen! Außerdem würden sie, ohne zu erröten,
Den Überbringer-Engel gleich töten. Aber dich werden sie akzeptieren! Probier es, du hast nichts zu verlieren!” Mond war über die Lösung glücklich,
Wegen Glück und Hitze wurde sie glatt ohnmächtig.
Später kam Mond bei den Dämonen an Und wusste, dass sie unbesorgt sein kann.
Zwar war Anführer Rächer für seine Feinde gefährlich, Doch mit ihr sprach er immer friedlich.
“Ok“, fing Mond an zu erzählen,
„Die Engel lassen dich hiervon wählen:
Entweder du gibst auf und der Krieg ist vorbei, Oder sie lassen dein’ Spion Auge nie wieder frei!” “Was? Auge? Oh nein!
Das darf doch nicht sein! Sag ihnen,
Dass sie ihren Spion kriegen, Wenn sie uns Auge geben!
Wir werden nach Sieg streben!”
Viele Monate flog Mond hin und her, Zwar schmerzten ihre Flügel sehr,
Doch sie hatte sich für ihre Seite entschieden; Mond kämpfte für den Frieden.
Mit jeder Nachricht hoffte sie,
Dass der Frieden dadurch kam, egal wie! Mond wusste, die Engel liebten sie,
Und die Dämonen würden sie nicht verlassen, nie!
“Hmm, vielleicht bin ich die Lösung zusammen mit Log…”, Dachte Mond, als sie über ihren Heimatwald
log.
Also landete der clevere Vogel,
Sie würde siegen, aber mit ein wenig Gemogel.. “Nuss?”, rief Mond in den Wald hinaus.
“Am See!”, verriet ihr eine kleine Maus.
Mond dankte und der Flug zum See war ein Genuss, Sie freute sich auf ihren Freund, den Eichelhäher Nuss. Dieser Wald war vom Krieg verschont geblieben, Verschont von Feuer, Tod und tödlichen Hieben.
Der See glitzerte wie ein silberblaues Gewand,
Und Mond entdeckte sofort Nuss, der am Wasser stand. “Hi, Nuss!”, sagte Mond, als sie gelandet war,
“Ich brauche Hilfe!” “Hallo, Mond! Hilfe? Na klar!” Zusammen schmiedeten sie einen Plan,
Um zu stoppen diesen kriegerischen Wahn. Doch jetzt wird er noch nicht verraten,
Dafür muss man noch ein bisschen warten…
Ok, ok, der nächste Tag,
Für den, wer’s wirklich hören mag. Licht wartete auf Mond als Bote,
Da hört er plötzlich: ”Autsch, meine Pfote!”
“Himmel?”, fragte Licht, “Was ist denn los?” “Ein Biss, keine Sorge, ganz klein, nicht groß. Ein Eichelhäher hat nach mir gehackt…
Was sagt du? Mond wurde fast umgebracht?!” Licht lief entsetzt zu Himmel und Nuss hinaus. “Wer war’s?! Dem Typ mach ich den Garaus!” Nuss berichtete: “Mond ist beim Abgrund!
In einem Käfig! Bald fällt sie in der Klippe Schlund!” “Oh nein!”, rief Himmel, “das darf nicht passieren! Diese finsteren Pläne werden wir ruinieren!” Himmel und Licht flogen schon mal zur Klippe,
Nuss zum Dämonvulkan und landete auf einem Baumgerippe. “Rächer!”, rief Nuss ein bisschen gehetzt.
“Wer bist du?”, fragte der, “Du klingst so entsetzt…” “Ich bin ein Freund von Mond!
Ich weiß, dass ihr an der Schlucht großes Unheil droht!” Sofort brach Rächer mit Auge auf.
Nahmen für Mond jede Gefahr in Kauf. Nuss wäre vor Freude fast zersprugen.
Teil eins von Monds und seinem Plan war erfolgreich gelungen!
Engel und Dämonen trafen auf der Klippe ein,
Doch sehen konnten sie nur die Schlucht und Gestein. Sie schauten sich wütend an,
Aber dann traten sie an die Klippe heran. “Mond!”, riefen alle entsetzt.
“In diesen Käfig hat mich der Wind gesetzt! Bitte holt mich hier raus!
Sonst stürze ich in den Garaus!”
Sie wollten helfen, doch der Wind war so stark, Dass nichts und niemand zu fliegen vermag. “Eine Kette muss gebildet werden!”, rief Nuss laut, “Genau das ist es, was Mond zur Hilfe braucht!”
Nach kurzer Besprechung nickten Rächer und Licht, Eine andere Möglichkeit blieb ihnen nicht.
Nach einem kleinen Gedrängel Hielten die Dämonen die Engel. Und trotz erreichte Licht
Mond und den Käfig nicht!
“Wartet, ich helfe!”, rief Nuss zu der Kette, “Ich öffne Käfige, bin flink und rette!” Nuss öffnete die Käfigtür
Und bekam Applaus, wie bei einer Kür.
“Super!”, rief Mond, “Ich stell’ kurz den Wind ab!” Dann hüpfte sie auf einen Vorsprung hinab.
Auf einen Knopf drückte sie dort Und sofort war es windstill vor Ort.
“Magie…”, flüsterte Mond geheimnisvoll,
“Ich würde sagen, jetzt herrscht Frieden, toll!” Licht sah Rächer an und Rächer Licht,
Dann umarmten die beiden Anführer sich. Rächer sagte: “Es tut mir leid… Bruder.”
Darauf Licht: “Mir auch. Der Streit lief aus dem Ruder.” Die Geschwister beendeten den Krieg,
Es war ein einziger, großer Sieg. Alle wurden geheilt und befreit,
Es herrschte Frieden bis in alle Ewigkeit. Mond, die Legende, wurde oft anders genannt;
Sie wurde als “Das Rotkehlchen, das den Krieg beendete” bekannt.

