Habt ihr euch schon einmal gefragt, warum es Frühling, Sommer, Herbst und Winter gibt? In der griechischen Mythologie gibt es dazu eine spannende Geschichte – und sie handelt von Göttern, einer Entführung und großer Mutterliebe.
Im Mittelpunkt der Sage steht Demeter, die Göttin der Fruchtbarkeit und der Landwirtschaft. Sie sorgte dafür, dass Pflanzen wuchsen und die Menschen genug zu essen hatten. Demeters Tochter Persephone war ihr ganzer Stolz. Eines Tages jedoch geschah etwas Schreckliches: Hades, der Gott der Unterwelt, verliebte sich in Persephone und entführte sie in sein dunkles Reich.
Demeter war verzweifelt. Vor Trauer vernachlässigte sie ihre Aufgabe als Göttin – die Felder verdorrten, Pflanzen wuchsen nicht mehr und eine große Hungersnot drohte.es wurde immer kälter und dunkler auf der Erde. Schließlich griff Zeus, der oberste Gott, ein. Er befahl Hades, Persephone zurückzubringen.
Doch es gab ein Problem: Persephone hatte in der Unterwelt einige Granatapfelkerne gegessen. Wer dort etwas aß, musste für immer bleiben. Doch nach einigen Überlegungen fand Zeus einen Kompromiss: Persephone durfte einen Teil des Jahres bei ihrer Mutter Demeter verbringen und den restlichen Teil bei Hades in der Unterwelt. So entstanden die Jahreszeiten:
Wenn Persephone bei Demeter ist, freut sich ihre Mutter – die Natur blüht auf, es ist Frühling und Sommer. Wenn Persephone jedoch in die Unterwelt zurückkehren muss, wird Demeter traurig. Dann wird es kalt, die Pflanzen sterben ab – Herbst und Winter beginnen.
Diese Mythologie erklärt auf eindrucksvolle Weise, wie die Menschen sich früher die Veränderungen in der Natur vorgestellt haben. Auch heute noch zeigt sie, wie eng Gefühle, Natur und das Leben miteinander verbunden sind.
Donatello Porrello, 9D