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Wie die Philosophie der Stoiker unseren Alltag rettet

Hast du dich heute schon über etwas aufgeregt? Vielleicht war die Bahn zu spät, dein Handy-Akku ist im falschen Moment leer gegangen oder jemand hat einen blöden Kommentar über dein Outfit gemacht. Meistens fressen uns diese Kleinigkeiten den ganzen Tag auf. Doch stell dir vor, es gäbe ein mentales Schutzschild, das dich in solchen Momenten einfach ruhig bleiben lässt. Genau das verspricht der Stoizismus!

Diese Lebenseinstellung ist über 2.000 Jahre alt, klingt aber kein bisschen verstaubt. Die Stoiker waren Denker aus dem alten Griechenland und Rom, die eine ganz einfache Regel hatten: Unterscheide immer zwischen dem, was du ändern kannst, und dem, was du nicht ändern kannst.

Nehmen wir das Wetter. Wenn es bei deinem geplanten Ausflug regnet, hast du zwei Möglichkeiten. Du kannst wütend werden und dir die Laune verderben lassen. Oder du akzeptierst es, denn deine Wut wird die Wolken nicht vertreiben. Die Stoiker sagen: Deine Energie ist wertvoll. Verschwende sie nicht an Dinge, die außerhalb deiner Macht liegen. Was du aber immer kontrollieren kannst, ist deine eigene Reaktion. Du entscheidest, ob du dich über den Regen ärgerst oder ob du dir einfach einen Schirm schnappst und das Beste daraus machst.

Im Stoizismus geht es nicht darum, gefühlskalt wie ein Roboter zu werden. Es geht darum, klug mit seinen Gefühlen umzugehen. Wer stoizistisch lebt, versucht vier wichtige Werte in seinen Alltag einzubauen: Weisheit, Mut, Gerechtigkeit und Selbstbeherrschung. Das bedeutet zum Beispiel, auch dann fair zu bleiben, wenn andere gemein sind, oder den Mut zu haben für seine Meinung einzustehen, auch wenn es anstrengend ist.

Besonders in der heutigen Zeit von Instagram und TikTok hilft uns dieser Blickwinkel extrem. Wir machen uns oft abhängig davon, wie viele Likes wir bekommen oder was andere über uns denken. Ein Stoiker würde dazu sagen: „Was andere über dich sagen, liegt in deren Kopf, nicht in deinem. Es gehört ihnen, nicht dir.“ Wenn du lernst, deinen eigenen Wert nicht von der Meinung anderer abhängig zu machen, wirst du innerlich viel freier und stärker.

Am Ende ist der Stoizismus also wie ein Training für den Kopf. Es geht darum, ein „Fels in der Brandung“ zu sein. Das nächste Mal, wenn etwas schiefläuft, atme kurz durch und frag dich: „Kann ich das gerade wirklich ändern?“ Wenn nicht, dann zuck mit den Schultern, lass es los und konzentriere dich auf das, was du als nächstes tun kannst. Das spart nicht nur Nerven, sondern macht dich auch zum diszipliniertesten Charakter im Raum.

Malik Popal, 9d