Willkommen! – Mentor-Begleitung in den 5ten Klassen
Jedes Jahr aufs Neue gibt es ältere Schüler:innen der Bettinaschule, die die neuen Fünftklässler:innen in ihrem ersten Jahr an der Schule begleiten. Die „Mentor:innen“ stehen ihnen bei Problemen zur Seite, man sein Herz bei ihnen ausschütten oder einfach Fragen stellen zur Schule, den Lehrer:innen, Abläufen und so weiter. Diese Mentor:innen stammen aus der Jahrgangsstufe 9 und treffen sich regelmäßig in der Mentor:innen AG, welche von Herrn Conradi und Frau Akbaba geleitet wird. Ich bin eine davon und berichte euch hier von meinen Erfahrungen.
Großer Andrang
Ausgewählt werden die Mentor:innen von den Lehrer:innen und den „alten“ Mentor:innen in einem Bewerbungsgespräch. Dabei werden den Bewerber:innen Fragen gestellt, um sich ein Bild zu verschaffen über deren Eignung. Dieses Jahr kamen außergewöhnlich viele zum Gespräch, besonders aus der Klasse 8d, und es waren deutlich mehr Mädchen als Jungen.
Auswahlkriterien für die zwölf Neuen waren jedoch nicht nur die Einschätzung der Lehrkräfte und der bisherigen Mentor:innen auf Grundlage der Bewerbungsgespräche, sondern auch das Notenbild der Bewerber:innen. Das ist nicht ganz unwichtig, denn man versäumt zu Beginn des Schuljahres bei der Begleitung der neuen Fünfklässler:innen immer wieder Unterricht – man sollte schon ganz gut in der schule sein.
Jede 5.Klasse hat nun drei Mentor:innen, darunter ist jeweils ein Junge. Ob wir angenommen wurden, wurde uns über das Schulportal mitgeteilt. Das führte zu vielen glücklichen, aber auch zu traurigen Gesichtern geführt. Ich wurde angenommen und habe mich riesig darüber gefreut.

Die Mentorfahrt
Vor den Sommerferien ging es für die alten und neuen Mentor:innen gemeinsam drei Tage auf die Mentorfahrt nach Darmstadt, wo wir gemeinsam das „Mentoring“ gelernt haben, Spiele kennengelernt, Erfahrung ausgetauscht, Plakate und Anstecker gebastelt und Darmstadt entdeckt haben. Außerdem haben wir erfahren, mit wem wir zusammen in unseren 5.Klasse sind. Ich bin bei der B-Klasse. Um dies herauszufinden, haben sich die alten Mentoren eine Schnitzeljagd ausgedacht, bei der wir in Dreierteams Hinweise zu unseren Klassen entschlüsseln mussten. Die ganze Fahrt hat sehr viel Spaß gemacht und dabei haben wir ganz viel gelernt.
Die Einschulung und die erste Woche
Am Dienstag nach den Sommerferien fand die Einschulungsfeier der Fünftklässler in der Aula statt. Dort waren wir Mentor:innen dabei. Nach dem Auftritt des Sechser-Chores und der Rede von Herrn Schwarz sind wir nach vorne gegangen und haben unser Mentor-Lied gesungen. Danach sind die Klassen eingeteilt worden und ich habe Anstecker an die Eltern verteilt, während die anderen beiden Mentoren angefangen haben, Spiele im Klassenraum zu spielen. Nach dem Austeilen habe ich mitgemacht und wir haben Spiele wie ,,Der wilde, wilde Wind weht” oder ,,Heiße Kartoffel” gespielt, aber auch Namensspiele wie ,,Schlaue Susanne”. Dann war der erste Tag auch schon rum.
Schulhausrallye
Am nächsten Tag machten wir die Schulhausrallye mit den Fünftklässlern . Bei der Schulrallye erhalten die Fünftklässler Fragen über die Schule und müssen diese beantworten, indem sie im Schulhaus nach Antworten suchen. Wir haben hinterher als kleine Belohnung Lollis verteilt, worüber sie sich sehr gefreut haben.
Sport im Team
Am Mittwoch gab es eine Sportveranstaltung in der Turnhalle, die von Herrn Conradi geleitet wurde. Bei der Veranstaltung sollten die Fünftklässler gemeinsam als Klasse verschiedene Aufgaben lösen, z.B. dass sich alle Kinder aus einer Klasse auf nur drei Kisten stellen. Das ist ganz schön herausfordernd, stärkt aber enorm die Klassengemeinschaft, wenn man versucht, die Aufgabe zu erfüllen – das geht nämlich nur gemeinsam.
Am Donnerstag haben sich die Lehrer:innen vorgestellt und es wurde mit dem ersten Unterricht begonnen. Und zum Abschluss am Freitag gab es einen Ausflug in den Grüneburgpark! Alle fünften Klassen spielten dort gemeinsam Spiele. Um 13 Uhr war der Tag vorbei und die erste Woche herum.
Aus meiner Sicht war sie sehr schön und es hat viel Spaß gemacht die Kinder zu unterstützen, es war aber auch sehr intensiv und anstrengend.
Hospitieren im Unterricht
Auch nach der ersten Woche sind wir Mentor:innen zu unseren Fünftklässlern gegangen und haben im Unterricht hospitiert. Das Hospitieren ist jedoch nur begrenzt möglich, da wir in der Zeit unseren eigenen Unterricht und damit Schulstoff verpassen. Manche Lehrer möchten deshalb nicht, dass wir in ihrem Unterricht fehlen, und manchmal ist auch uns selbst der Fachunterricht wichtig, sodass wir nur ab und zu in den Klassen sind. Der eigene Unterricht geht immer vor. Ich besuche meine Klasse momentan ca. zwei Mal die Woche. In der Zeit erkläre ich viel und unterstütze die Schüler:innen. Insgesamt haben mir die ersten Wochen mit den Fünftklässlern bisher viel Freude bereitet und ich freue mich schon auf die nächste Herausforderung: die Klassenfahrten der 5. Klassen!
Juli, 9d