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Autor: Bettina Tonscheidt

Im Interview: Teilnehmerinnen des Vorlesewettbewerbs Jahrgang 6

Candela und Leelou aus der 6c haben für Bettiversum online Frida und Sophia, die für die 6a am Wettbewerb in der Aula teilgenommen haben, zum Interview getroffen. Das haben sie erfahren:

Bettiversum: Was war euer erster Gedanke, als ihr die immer voller werdende Aula gesehen habt?

Frida: Auf jeden Fall war ich nervös und ängstlich, weil so viele Leute da waren, und ich war auch etwas beklommen, weil die Aufregung immer weiter anstieg.

Sophia: Meine Knie waren ganz weich, sodass ich mich fragte, was ich hier eigentlich tue. Natürlich sind 120 Leute viel mehr Leute als die Kinder im Klassenverband.

Bettiversum: Welche Gefühle hattet ihr ?

Frida: Natürlich erst Angst und Scham, und als es dann vorbei war, auch auf jeden Fall das Gefühl von Erleichterung!

Sophia: Ich war logischerweise auch ängstlich und bedrückt, aber auch überfordert und am Ende auch leicht enttäuscht, weil es eben nicht für den ersten oder zweiten Platz gereicht hat, aber das war dann auch am Ende wieder okay für mich.

Bettiversum: Welches Buch habt Ihr ausgewählt und wieso?

Frida: Ich hatte das Buch Wood Walkers- die Rückkehr (Band drei) gewählt, weil ich die Handlung, die Schauplätze und die Figuren sehr gerne mag. Außerdem wollte ich gerne meine Begeisterung für das Buch gerne teilen.

Sophia: Ich hatte das Buch Rory Shy – Der geheime Detektiv gewählt. Es gab auch andere Bücher, die ich gut fand, die waren aber schon ab fünf waren und das hielt ich für nicht ganz geeignet für den Wettbewerb.

Bettiversum: Wie habt ihr euch gefühlt, als ihr ein euch fremdes Buch lesen musstet?

Frida: Ich hatte gehofft, dass es ein moderneres Buch wird als „Als Hitler das rosa Kaninchen stahl“, weil die Sprache meiner Meinung nach nicht wirklich jugendfreundlich war und das war halt ein bisschen blöd. Aber ja, ich war auf jeden Fall froh, dass ich nicht, wie Sophia zum Beispiel als erste oder als letzte lesen musste.

Sophia: Ja, also ich habe mir als erstes gedacht: „Echt jetzt?!“, weil ich finde, dass es nicht so gut geeignet ist für Kinder zum Vorlesen und deshalb war das ein bisschen blöd.

Bettiversum: Wart ihr zufrieden und wie hättet ihr euch selbst bewertet?

Frida: Also ich war am Ende natürlich schon zufrieden, aber ich hätte eigentlich gedacht, dass ich so vierte, fünfte werde und nicht zweite.

Sophia: Ich habe mir nichts dabei gedacht aber auch so dritte, vierte.

Vielen Dank für das Interview, Sophia und Frida!

Geführt wurde das Interview von Leelou Sanei und Candela Stumpf-Delgado (6c)

Vorlesewettbewerb Stufe 6: Innensicht(en)

Letztes Halbjahr fand an unserer Schule der jährliche Vorlesewettbewerb der 6. Klassen statt. Im Folgenden findet ihr Berichte zu dem Event – direkt aus der Perspektive von Teilnehmer:innen der Jahrgangsstufe 6. Auf dem Beitragsfoto seht ihr übrigens die Gewinner:innen Jonas und Frida.

Innensicht 1: Aaliyah

Am Donnerstag, den 11.12.2025, habe ich am Vorlesewettbewerb der sechsten Klassen der Bettinaschule teilgenommen. Paul und ich, beide aus der 6c, wurden eine Woche davor ausgewählt, um unsere Klasse bei dem Vorlesewettbewerb zu vertreten. Bereits da fand ich es spannend, an dem Vorlesewettbewerb teilzunehmen. Als Paul und ich dann ausgewählt wurden, war ich richtig aufgeregt.
Ein paar Tage vor dem eigentlichen Wettbewerb in der Aula sollten wir ein Buch auswählen und eine besonders spannende Stelle raussuchen. Außerdem sollten wir auch erzählen, was kurz vor und kurz nach dieser Stelle passiert ist.
Je näher dann der Tag kam, desto aufgeregter wurde ich. Schließlich war es so weit. Wir sollten uns schon in der zweiten Stunde in die Aula begeben. Dort befanden sich bereits die Schüler:innen, die an dem Wettbewerb teilnahmen, und die Leiterin, Frau Trieschmann. Es gab für jeden einen Süßigkeiten-Teller. Bevor es richtig los ging, lasen wir noch einmal die Textstelle zur Probe vor und Frau Trieschmann gab uns letzte Tipps.

Als ich auf der Bühne stand und die ganzen Stühle sah, fühlte ich ein Kribbeln im Bauch. Die ersten Schüler:innen, die zuschauen wollten, kamen in die Aula, und wir machten uns bereit, um zu beginnen. Nachdem alle saßen, bekam ich ein mulmiges Gefühl und stand natürlich auch unter Druck, weil eigentlich alle, die an dem Vorlesewettbewerb teilnahmen, richtig gut waren. Bevor es losging, hielt Frau Trieschmann noch eine kurze Rede und stellte uns die Jury vor. Die Jury bestand aus einem Schüler der 10. Klasse, einem Referendar und den beiden Schüler:innen, die den ersten und zweiten „Platz“ im letzten Jahr gemacht hatten. Natürlich war Frau Trieschmann auch ein Teil der Jury.

Nach und nach lasen alle ihre Textstellen vor. Meine Aufregung stieg. Schließlich war ich mit dem Vorlesen an der Reihe. Da mich alle anschauten, zitterte ich vor Aufregung, aber dann gewöhnte ich mich daran. Als dann alle klatschten und ihre Plakate hochhielten, war es ein berauschendes Gefühl. Danach musste jeder noch einen Fremdtext vorlesen aus dem Buch „Als Hitler das rosa Kaninchen stahl“. Ich las ein bisschen zu schnell, aber bei dem Fremdtext war ich nicht mehr so aufgeregt.

Am Ende verkündete die Jury den ersten und den zweiten Platz. Jeder bekam ein Preis. Der erste und der zweite Platz bekamen einen größeren Preis, die anderen einen Trostpreis. Da Jonas den ersten Platz belegt hatte, durfte er an dem Stadtentscheid von Frankfurt teilnehmen.

Der Tag war für mich sehr spannend und aufregend, aber es hat auch Spaß gemacht.

von Aaliyah Dura, Klasse 6c

Innensicht 2: Mia

Am 11. Dezember 2025 war es soweit. Direkt am Morgen um 8 Uhr baute die Spanischklasse von Frau Trieschmann die Stühle auf. In der zweiten Stunde um 8:45 Uhr kamen dann die acht von ihren Klassen als Beste beim Vorlesen nominierten Schüler:innen der Jahrgangsstufe 6 zum Soundcheck hoch in die Aula. Die Vorleser:innen waren drei Jungen und fünf Mädchen. Als dann in der dritten Stunde pünktlich nach der großen Pause alle 6. Klassen oben in der Aula waren, ging es endlich los!
Alle acht Teilnehmenden hatten einen Text zum Vorlesen vorbereitet. Außerdem mussten alle einen Fremdtext aus dem Buch ,,Als Hitler das rosa Kaninchen stahl’‘ vorlesen. Alle Teilnehmenden zeigten eine gute Leistung, deswegen hatte die Jury auch Schwierigkeiten, sich zu entscheiden. Die Jury bestand aus Frau Trieschmann, die das Ganze auch organisiert und moderiert hatte, Herrn Monz, einem 10.Klässler und den beiden Gewinnern des letzten Jahres, die jetzt in der siebten Klasse sind. Am Ende gewann Jonas aus der 6b. Den zweiten Platz ergatterte Frida aus der 6a. Jonas wird die Schule jetzt im Schulentscheid zwischen allen Schulen Frankfurts vertreten. Für alle Vorleser und Vorleserinnen gab es am Ende noch Geschenke.

von Mia Gaspard D’Souza

Innensicht 3: Paul

Am Donnerstag, den 11.12.2025 fand von 09:50 -11:20 Uhr der Vorlesewettbewerb der sechsten Klassen der Bettinaschule statt. Aliyaah und ich wurden zwei Wochen zuvor für den Wettbewerb nominiert. In unserer Klasse wurden wir als die besten Leserinnen ausgewählt, um unsere Klasse – die 6 c – bei dem Wettbewerb zu repräsentieren.

Wir standen nun in der Aula mit voller Aufregung und mit allen Kindern der sechsten Klasse. Zuvor wurden die auserwählten Leser:innen der ganzen Stufe um 08:45 Uhr hoch in die Aula gebeten. Dort begrüßte uns Frau Frau Trieschmann und wir übten noch einmal unsere vorbereiteten Texte.

Dann kamen die Kinder aller sechsten Klassen hoch in die Aula und setzten sich hinzu. Ab da stieg meine Aufregung enorm und als ich dann nach vorne kam, um vorzulesen, musste ich erstmal den vorbereiteten Text „performen“. Zu diesem Zeitpunkt ging es mir noch gut, doch als wir dann den ungeübten, fremden Text lesen mussten, kam etwas mehr Aufregung hinzu, was dazu führte, dass ich beim Lesen etwas stotterte.

Am Ende bei der Verleihung gewann Jonas den ersten Platz und Frida gewann den zweiten Platz. Jonas qualifizierte sich mit dem ersten Platz zur Teilnahme beim Stadtentscheid und wir anderen Teilnehmer haben einen Trostpreis bekommen.

von Paul Andric, Klasse 6 c

Künstliche Intelligenz im Schulalltag – Chance oder Risiko?

Im Rahmen des Deutschunterrichts hat sich die 12. Klasse der Bettinaschule mit Reden und Redeanalysen beschäftigt. Zu einem selbstgewählten Thema durften die Schüler:innen eigene Reden verfassen, die an die Schulgemeinde gerichtet sind. Eine besonders gelungene, kurze Rede zum Thema KI in der Schule möchten wir hier veröffentlichen.

Liebe Mitschüler*innen, sehr geehrte Lehrkräfte,

Ich möchte heute über ein Thema sprechen, das unseren Schulalltag bereits verändert hat und das vielleicht sogar ohne, dass wir es bewusst merken: Künstliche Intelligenz.

Hand aufs Herz: Wer von euch hat schon einmal bei den Hausaufgaben eine KI zur Hilfe genommen? Vielleicht für eine Zusammenfassung. Vielleicht für eine Idee. Vielleicht sogar für eine komplette Lösung. Algorithmen wie ChatGPT sind längst keine Zukunftsmusik mehr, sie sind Realität. Doch was bedeutet das für uns und für den Schulalltag?

KI kann ein hilfreiches Werkzeug sein und das in vielerlei Hinsicht. KI kann Zeit sparen und Unterstützung bieten, vor allem, weil sie rund um die Uhr verfügbar ist. Doch das Entscheidende ist, dass ein Werkzeug nur dann nützlich sein kann, wenn wir lernen, richtig damit umzugehen. Denn KI kann auch zur Versuchung werden.

Wenn wir aufhören, selbst zu denken.

Wenn wir Ergebnisse übernehmen, ohne sie zu verstehen.

Wenn wir Verantwortung abgeben, statt sie zu übernehmen.

Wir stehen an einem Wendepunkt. Unsere Generation ist die erste, die mit dieser Technologie selbstverständlich aufwächst. Das ist eine Chance, aber auch eine enorme Verantwortung.
Lasst uns KI als Kompass nutzen, nicht als Lösungsheft. Lasst uns KI beim Denken nutzen, aber lasst sie nicht das Denken ersetzen. Lasst uns neugierig bleiben, kritisch bleiben und selbstständig bleiben. Am Ende zählt nicht, was ein Programm für uns schreiben kann, sondern was wir selbst verstehen und hinterfragen können.

Vielen Dank.

Von Soraya Steiner, Q2

Lehrer des Monats März: Herr Schmidt

In unserer neuen Rubrik ,,Lehrer:in des Monats“ stellen wir als Redaktion euch jeden Monat eine Lehrkraft vor, die uns in letzter Zeit aufgefallen ist. Sei es durch besondere Projekte oder weil es zum Beispiel eine außergewöhnlich gute Stimmung im Unterricht gibt, durch die das Lernen mehr Spaß macht. Für den Monat März ist die Wahl auf Herrn Schmidt gefallen.
Unsere Leser:innen können gerne selbst Lehrkräfte vorschlagen – besprecht euch in euren Klassen und Kursen, beim Klassenrat oder Kurstreffen. Und dann schreibt euren Vorschlag einfach an bettiversum@bettinaschule.de.

Bettiversum : Welche Fächer unterrichten Sie und haben Sie ein „Lieblingsfach“?

Mein Name ist Alexander Schmidt – ich habe die Fächer Mathematik und Latein mit den Beifächern Physik und Astronomie studiert. Leider gibt es in Hessen Astronomie nicht als Unterrichtsfach wie in Sachsen-Anhalt oder MV. Das habe ich immer sehr gerne unterrichtet.
Am meisten macht mir Latein Spaß. Eine Schülerin schrieb mal in einer Abi-Zeitung: „Latein war das einzige Fach, bei dem ich den Eindruck habe, dass ich auf das Leben vorbereitet werde.“ Das fasst es eigentlich ganz gut zusammen, warum es so wertvoll ist.

Bettiversum: Was mögen Sie an Ihrem Beruf am meisten?

Herr Schmidt: Die Gespräche mit den Schülerinnen und Schülern. Ob auf dem Pausenhof, auf dem Gang oder im Unterricht.

Bettiversum: Wer sind Sie, woher kommen Sie und was wissen die meisten noch nicht über Sie?

Herr Schmidt: Ich komme gebürtig aus Heidelberg, habe in Weinheim, also im Norden von Baden-Württemberg, Abitur gemacht, bin dann zum Studium nach Rostock in Mecklenburg-Vorpommern gegangen und habe dort schon während des Studiums angefangen, an der katholischen kooperativen Gesamtschule zu unterrichten. Dort habe ich dann mein Referendariat gemacht und drei Jahre lang unterrichtet. 2016 bin ich dann nach Wittenberg in Sachsen-Anhalt gegangen, der Stadt, in der Martin Luther lebte, und war dort sieben Jahre lang am Lucas-Cranach-Gymnasium. Die Schule gibt es mittlerweile nicht mehr. Dort war ich erst als schulfachlicher Koordinator, dann als stellvertretender Schulleiter tätig. 2023 bin ich dann nach Frankfurt gekommen und war dort erst ein halbes Jahr lang an der Carl-von-Weinberg-Schule und bin dann an die Bettinaschule gekommen. Und ich glaube, dass viele vieles von mir wissen, also kann ich nicht sagen, was fast niemand über mich weiß.

BV: Was war Ihr Traumberuf als Kind?

Herr Schmidt: Ich hatte mehrere Überlegungen. Als erstes wollte ich Lehrer werden, dann wollte ich ein Theologiestudium machen, um Pfarrer zu werden, ich dachte aber auch über Berufe in der Wirtschaft nach, ich wollte Wirtschaftsmathematik studieren, um an die Börse zu gehen.

BV: Lesen Sie das Bettiversum?

Herr Schmidt: Hin und wieder schaue ich rein, ich muss aber ganz ehrlich gestehen, seit es das nicht mehr in der gedruckten Version gibt, ist die Motivation nicht so groß.

BV: Das ist schade! Dazu würden wir gerne anmerken, dass es für uns als Redaktion wichtiger ist, mehrmals pro Schuljahr Artikel veröffentlichen zu können druch die Online-Version. Wir können so eine gewisse Aktualität für die Schülerinnen und Schüler gewährleisten. Bei der gedruckten Form hat es uns stark an dieser Flexibilität gemangelt.
Kommen wir zurück zu Ihrer Zeit als Schüler: Hatten Sie schon in Ihrer Schulzeit Latein, und wenn ja, was war Ihre schlechteste Note?

Herr Schmidt: In meiner Schulzeit hatte ich Latein als erste Fremdsprache. Ich glaube, eine fünf hatte ich nie, die schlechteste Note war vermutlich eine vier. Ich kann mich – ehrlich gesagt – nicht daran erinnern, dass ich in Latein eine richtig schlechte Note hatte. In Mathe ja, in Latein nein.

Bettiversum: Haben Sie Ihren Lehrkräften in Ihrer eigenen Schulzeit Streiche gespielt und wenn ja, welche?

Herr Schmidt: Also ich alleine habe keine Streiche gespielt, in der Grundschule haben wir mal Zahnpasta unter die Türklinke geschmiert.

Bettiversum: Haben Sie ein Haustier?

Herr Schmidt: Nee, habe ich nicht. Vielleicht ein paar Spinnen, die irgendwo herumkrabbeln, aber sonst nicht.

Bettiversum: Wie stehen Sie zu Schulhunden?

Herr Schmidt: Ich finde die Idee von Schulhunden ganz cool, aber nur unter gewissen Rahmenbedingungen. Es muss eine offene Unterrichtsform geben und die Schule muss auch für den Hund passend gebaut sein – und das ist die Bettinaschule definitiv nicht. Schulhunde sind was für Grundschulen mit einer kleineren Schulgemeinde, oder für kleine, weiterführende Schulen, wo auch viel Grün außen herum ist, sodass der Hund nicht nur drin oder auf dem gepflasterten Schulhof ist.

BV: Würden Sie durch KI den Unterricht ergänzen?

Herr Schmidt: Definitiv wird KI in den nächsten Jahren eine große Rolle spielen. Ich denke, dass KI als gute Hilfe, sozusagen als Tutor helfen kann. Zum Beispiel, wenn ich komplexe Matheaufgaben löse oder auch Latein übersetze. Dann frage ich die KI als Unterstützung an, nicht, damit sie mir die Lösung sagt, sondern als Lerncoach. Ich glaube, dass darin ein ganz cooles Potenzial steckt, um selbstgesteuertes Lernen zu ermöglichen. Ansonsten wird eine KI aber nicht das Zwischenmenschliche, also das, was zwischen Schüler:innen und Lehrer:innen stattfindet, ersetzen. Auf fachlicher Ebene ja, auf empathischer, emotionaler Ebene nein. Aber es ist ein Tool, über das wir nachdenken sollten.

BV: Würden Sie Hausaufgaben abschaffen?

Herr Schmidt: Ich gebe keine Hausaufgaben, und ich finde, Hausaufgaben sind zumindest in den Fächern, die ich unterrichte, nicht zielführend. Auch generell finde ich sie nicht zweckdienlich, weil Schüler:innen, die die Aufgaben in der Schule nicht verstanden haben, sie im Zweifelsfall gar nicht ohne Hilfe zuhause alleine lösen können.
Die Frage ist doch: Hat jemand die Hausaufgaben nicht gemacht, weil er oder sie faul war, oder weil er oder sie sie nicht verstanden hat? Warum soll jemand Hausaufgaben machen, wenn er den Stoff bereits verstanden hat? Und jemand, der den Stoff nicht verstanden hat, wird es vermutlich nicht alleine zuhause hinbekommen. Also schaffe ich als Lehrer eigentlich eine „Lose-Lose-Situation“ (das heißt: beide verlieren, d. Redaktion).

BV: Vielen Dank für das Interview, Herr Schmidt.

Herr Schmidt: Sehr gerne.

Lena Schmidt und Sophia Scardillo, 6a

Kreativität für alle: Die Kunstausstellung 2026

Ein bunter Mix aus Malereien, Architektur, Fotografien und Skulpturen erwartete die Besucher unserer diesjährigen Vernissage, die am 16. März in unserer Aula stattgefunden hat. Nach einer herzlichen Dankesrede an den Fachbereich Kunst von unserem Schulleiter, Herrn Schwarz, konnten die Besucher:innen Bilder und Fotografien ansehen, Architektur-Entwürfe bewundern und über Stühle, die vom Gebrauchsgegenstand zum Kunstobjekt umgestaltet wurden, staunen!
Die Stimmung war locker und die meisten angeregten Gespräche drehten sich um die Kunstwerke.
Für die passende Verpflegung sorgte der Kunst LK aus der Q2 mit einer kleinen Bar am Eingang. Zusammenfassend: Die viele Arbeit, die Schüler:innen und Lehrkräfte in diese Ausstellung gesteckt haben, hat sich wirklich rundum gelohnt! Im Folgenden präsentieren wir euch eine kleine Bilderstrecke, mit der wir versucht haben, das kreative Potenzial, das wir Schüler:innen haben und das die Kunstausstellung zum Ausdruck brachte, einzufangen.

Unter diesem Beitrag findet ihr eine Auswahl von Fotos, die ein bisschen davon zeigen, wie beeindruckend die Ausstellung war.

von Finn Krause, 8c

TURBULENZEN – unsere Arbeit mit dem Ensemble Modern

In Gedenken an Uwe Diercksen

Wenn man das Wort ,,klassische Musik“ hört, denk man sofort an Mozart, Beethoven und alte, vergangene Zeiten. Wer würde so etwas heute komponieren? Niemand, oder? Niemand außer vielleicht das Ensemble Modern – schon mal gehört?

Das Ensemble Modern ist eine der weltweit führenden Musikgruppen für zeitgenössische Musik (Neue Musik). Es besteht aus etwa 18–20 internationalen Solisten, die zeitgenössische Musik interpretieren, oft in direkter Zusammenarbeit mit bekannten Komponisten. Sie zeichnen sich durch ihre hohe Programmvielfalt (Kammermusik, Musiktheater, multimediale Projekte) aus. Die Musiker*innen aus Belgien, Bulgarien, Deutschland, Griechenland, Indien, Japan, der Schweiz und den USA entscheiden ihre Projekte gemeinsam, ebenso Kooperationen mit weiteren Künstler*innen. Und zu unserem Glück haben sie ihren Sitz in Frankfurt 😉

Das Ensemble Modern arbeitet bereits seit vielen Jahren mit unserer Schule zusammen. Fast schon Tradition, denn mittlerweile ist die Projektarbeit mit der Bettinaschule fest im Konzertplan verankert. Daher Ist es eine eine besonders traurige Nachricht für uns, dass der Leiter dieses Projekts, Uwe Dierksen, während seiner Arbeit an dem Projekt TURBULENZEN mit dem Klassenorchester 7 verstorben ist. Uwe hat schon seit über 14 Jahren eng mit Schülern musiziert, bereits 2011 eroberte er mit der Bettinaschule als Posaunist die Bühne des Frankfurter LAB. Uwe hat uns mit seiner besonderen Art beigebracht, neue und ungewöhnliche Dinge zu wagen und die Musik aus einer anderen Perspektive zu betrachten. TURBULENZEN wird nun leider ohne Uwe im März aufgeführt. Was dieses Projekt besonders macht, ist, dass wir keine Noten oder Partituren bekommen haben, sondern uns das Stück und den Ablauf selbst ausgedacht haben. Das Ziel ist es, den Schülern eine außergewöhnliche musikalische Erfahrung bzw. ein besonderes Konzerterlebnis zu ermöglichen.

In Gedenken an Uwe werden wir beim Konzert unser Bestes geben und ihn und seine Haltung zur Musik nie vergessen! .

Raphael Wallbott, 7a

Jonnas neue Podcast-Tipps

Damit ihr einen Eindruck bekommt von Coldmirrors Stil – hier drei typische Anfänge ihrer Podcasts:

„Willkommen zu Fünf Minuten Harry Podcast, ein Podcast von und mit mir – Coldmirror – , in dem ich jeweils fünf Minuten vom dem Film Harry Potter und der Stein der Weisen analysiere und bis ins kleinste Detail auseinandernehme. Ein Podcast zum Erinnern, zum Kichern, zum Einschlafen, zum Wachbleiben, zum Badezimmeraufräumen, zum Kuchen backen…“

„Dies ist eine Warnung: Was sie nun hören werden, wird ihren Geist verwirren, wir hören uns alle gegenseitig und bewegen uns in eine Welt zwischen den Dimensionen – auf der Suche nach Antworten!“

„TELEKADDIIIIII“

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Coldmirror, ihr richtiger ist Name Katrin Fricke, ist eine „Medien-Künstlerin“, die 2006 aus Spaß und nur für Freunde anfing, Harry Potter-Filme neu zu synchronisieren und ihre Ergebnisse auf Youtube hochzuladen. Damit hatte sie so großen Erfolg, dass sie immer weiter in das Podcast-Geschäft einstieg und mittlerweile für den Rundfunk arbeitet, wo sie – unter anderem – Podcasts macht.

Nummer 1: Der 5- Minuten -Harry- Podcast

Das ist ein Podcast für jeden Potterhead, der noch mehr Harry Potter will, denn hier nimmt Kaddi a.k.a. Coldmirror sich für jede Folge immer fünf Minuten aus dem ersten Harry Potter Film vor, analysiert sie, sucht interessante Dinge, die im Hintergrund zu sehen sind, und spricht darüber, findet Filmfehler und erzählt Trivialfakten die, wie man eigentlich denkt, nicht viel mit Harry Potter zu tun haben. Haben sie aber! Darüber redet sie lebendig in ihrer humorvollen Art. Ich höre ihr wirklich gerne dabei zu!

Genre: Comedy, Fantasy, Harry Potter
Alter: ca. 5 Klasse*
Dauer: 30-60 min.
Folgen Anzahl: 30 Folgen
Keine Neuen Folgen mehr : (

Meine Lieblings Folge: Soup Soup Soup (Folge 6)
5/5 Sterne*
Wo kann man den Podcast hören? Überall, wo es Podcasts gibt.

Nummer 2: Wir Hören Uns Alle Gegenseitig (kurz: WHUAG)

Hier fressen sich Kaddi und Selina Gaiser durch Fragen rund um Coldmirror durch. Selina arbeitet – wie Katrin – mit dem Rundfunk zusammen und ist auf Social Media aktiv, wo sie den Code-Namen „Schruppert“ hat. Sie hat in WHUAG die Rolle der von ihr so genannten „Eule“ – in dieser Rolle leitet sie Fragen von Fans an ihre Kollegin Kaddi weiter. Sie sprechen zusammen über „wichtige“ Themen – wie zum Beispiel Mäuse, Pizza oder welche anderen Bedeutungen Mayo und Bananen Horkruxe.

Genre: Laber-Podcast, Comedy
Alter: ca. 5 Klasse*
Dauer: 20 min.
Folgen Anzahl: 10 Folgen
Keine Neuen Folgen : (
Meine Lieblings Folge: Alle
4/5 Sterne*
Zu hören überall, wo es Podcast gibt

Nummer 3: Talekaddi

Als Ersatz für den 5-Minuten- Harry- Podcast macht Coldmirror seit circa einem Jahr den Podcast Telekaddi, in dem sie verschiedene Kinderserien wie Teletabbis, Sponge Bob, Pokemon, oder Darkwing Duck unter die Lupe nimmt. Auch hier werden wir mit vielen Funfacts bombardiert und super interessantem unnützen Wissen, zum Beispiel über die 70cm großen Hasen in den Teletubbis oder Trump in dem Film Kevin allein zuhaus.

Genre: Comedy, Film/Serien
Alter: ca. 5 Klasse*
Dauer: 40-60 Minuten
Folgen Anzahl: 8 (stand 6.2.2026)
Die Folgen kommen sehr unregelmäßig alle zwei Monate etwa.
Meine Lieblingsfolge: Cheepypasta statt Krabbenburger (Folge 2)
4/5 Sterne*
Zu hören überall, wo es Podcasts gibt.

Ich kann euch Podcasts sehr empfehlen und vielleicht gefallen sie euch ja genauso gut wie mir und ihr habt einen neuen Lieblings Podcast!

*= persönliche Einschätzung

Jonna Hofmann, 9b

Die Uni-Schnuppertage 2026

Endlich fertig mit der Schule! Aber was kommt dann? Früher oder später müssen wir uns alle diese Frage stellen. Manchen von uns fällt es leichter, sie zu beantworten, anderen schwerer. Manche haben ihren Traumberuf schon vor Augen, andere sind völlig überfordert mit ihrer Berufswahl. Zum Glück bietet die Goethe Uni Frankfurt „Schnuppertage“ an, an denen Oberstufenschüler:innen den Uni-Alltag miterleben können.

Auch ich durfte diesen Januar mit meinem Jahrgang (12.Klasse) zwei Tage die Uni besuchen. Welche Vorlesungen oder Seminare wir besuchen, egal ob Campus Westend, Riedberg oder Bockenheim, war uns komplett selbst überlassen. Dementsprechend selbstständig konnten wir unsere Tage gestalten. Auf einer Liste, die online einzusehen war, konnten wir uns die Veranstaltungen suchen, die uns am meisten interessierten. In meinem Fall waren das z.B. Pharmazie, Literaturwissenschaften, Französisch, Politik und Wirtschaft und Rechtswissenschaften. Wie man sieht, gab es ein breites Angebot, und ich habe versucht, aus den verschiedensten Fachbereichen etwas mitzunehmen.

Aufgefallen ist mir dabei auch die stark variierende Anzahl an Studierenden. Während ich in manchen Vorlesungen mit um die 100 Leuten in riesigen Hörsälen saß, in die auch locker über 500 Menschen gepasst hätten, waren kleinere Seminare nur mäßig besucht und bestanden aus weniger Leuten als eine normale Schulkasse. Beide Formen haben mir sehr gut gefallen: Von  ziemlich anonym in einer großen Menschenmenge bis hin zu einer gemütlichen Lernatmosphäre im kleinen Kreis.

Positiv überrascht hat mich, dass die Themen, die unterrichtet wurden, teilweise verständlicher waren als ich gedacht hätte! Und das zum Ende des Semesters! Aber wollen wir mal ehrlich sein: In anderen Vorlesungen war uns noch nicht einmal klar, von welchem Thema überhaupt gesprochen wurde. Aber das Ziel dieser Tage war es auch nicht, inhaltlich großartig viel zu verstehen, sondern eben einfach mal zu schauen, wie das Uni-Leben ist.

Auffällig war auch die entspannte Atmosphäre auf dem ganzen Campus. Da wir uns unseren eigenen Zeitplan gestalten durften, war man meistens in Kleingruppen oder alleine unterwegs und hatte in den Pausen die Möglichkeit, sich in verschiedene Cafés auf dem Campus zu setzen oder einen Spaziergang über das weitläufige Gelände zu machen. Die Uni-Gebäude waren größtenteils sehr modern und einladend gestaltet. Besonders gefallen haben mir auch die kurzen Gespräche mit den Studierenden, die total offen waren und sich über Interessierte sehr zu freuen schienen.

Mein Fazit: Diese Uni-Schnuppertage waren ein gelungenes Orientierungsangebot, weil nicht nur jemand erzählt hat, wie das für uns „in der Theorie irgendwie mal“ aussehen könnte. Wir waren in ganz normalen Vorlesungen, in denen keine Rücksicht darauf genommen wurde, dass wir Schüler sind, sondern wir wurden behandelt wie Studierende. Genau das hat diese Tage besonders gemacht: Wir haben erlebt, wie es wirklich ist!

Hanna Zanolin, Q2

Wissen mit Johnny

Vielleicht kennt von euch jemand noch „Dieser Johnny“, der vor einigen Jahren auf Social Media mit „mh, stimmt wirklich“ und seiner ‘Kinder-Verarsche’ viral ging. In seinem Podcast „Wissen mit Johnny“ hingegen ist er, während er über Weltereignisse redet, meist sehr seriös. Aber alle, die jetzt denken, das sei „voll langweilig“,  sollten mal in den Podcasts „stöbern“, denn er erzählt nicht nur von geschichtlichen Themen wie Hexenverfolgung, Evolutionstheorie oder über Weltkriege, sondern er versorgt seine Zuhörer:innen auch mit Funfacts, z.B Eminem, der Jonestown-sekte und dem Bermudadreieck. Sehr informativ und unterhaltsam! Zu hören in der ARD-Audiothek.

Genre: Wissen
Folgen Dauer: 30 min.
Altersempfehlung: ab ca. 10 Jahren

Anzahl der Folgen: ca. 70 (Stand 6.2 2026) Es gibt jeden Montag eine neue Folge!

Bewertung: 4/5 Sterne, einen Stern Abzug, weil die Folgen manchmal zu kurz sind, sodass komplexere Themen nur oberflächlich behandelt werden.

Jonna Hofmann, 9b