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Autor: Bettina Tonscheidt

Unbedingt lesen: Wunder

In diesem Buch geht es um einen Jungen namens August, welcher eine Gesichtsfehlbildung hat. Wegen dieser schämt sich August und geht für lange Zeit nicht in die Schule und wird von seiner Mutter Zuhause unterrichtet. Doch langsam wird es Zeit für ihn in der echten Schule in die fünfte Klasse zu gehen. Dort ist es erst einmal schwer für ihn, da er stark gemobbt wird und viele Vorurteile aushalten muss. Wir er diesen trotzen?

Bewertung:

Besonders gut gefallen hat mir, dass die Geschichte sehr aufregend war und man sich gut in die Charaktere hineinversetzen konnte. Allerdings war das Buch stellenweise etwas zu traurig. Zusammenfassend würde ich das Buch „Wunder“ jedem empfehlen, da man lernt wie schlimm Mobbing wirklich ist.

Emily

Das Neujahrsfest: Unsere Top 5!

Statt des Weihnachtsfestes gab es dieses Jahr am 30.01.2026 das sogenannte „Neujahrsfest“ am Morgen der Zeugnisvergabe. Jede Klasse war mit einem eigenen Stand vertreten und versuchte möglichst viele Besucher zu überzeugen, an ihrem Stand Zeit zu verbringen. Dabei waren einige wirklich kreativ.

Wir haben in der Redaktion die Top 5 ausgewählt – die Stände, die besonders viele Leute anziehen konnten!

Platz 1: Karaoke im Bioraum

Dieser Stand hat richtig für Stimmung gesorgt. Mit einem Ticket konnte man sich ein Lied aussuchen und selbst zum Mikrofon greifen. Schnell wurde mitgesungen, gelacht und sogar getanzt- die gute Laune war ansteckend.

Platz 2: Die Fotoboxen

Gleich zwei Stände boten Polaroid-Fotos an. Viele nutzten die Gelegenheit, um gemeinsam mit Freunden Erinnerungsfotos zu machen.

Platz 3: Schach gegen Herrn Wendel

Herr Wendel ist an unserer Schule für seine Schachkünste sehr bekannt und gilt als ernstzunehmender Gegner. Umso spannender war es, den Parteien zuzuschauen und zu sehen, wer sich der Herausforderung stellt.

Platz 4: Der Spielestand der 5c

Ob Dosenwerfen oder Tischkicker – hier kam der Spiel-Spaß nicht zu kurz!

Platz 5: Die Mario-Kart-Stände

Besonders bei den Jüngeren waren die Mario-Kart-Stände sehr beliebt. Beide Klassen versuchten, möglichst viele Spieler anzuziehen, und man konnte den kleinen Wettkampf zwischen den beiden Ständen deutlich spüren.

Meiner Ansicht nach war es gar nicht so leicht, diese „Top 5“ festzulegen, denn es gab noch viele weitere gut besuchte Stände! Zum Beispiel auch den Kaffeestand oder den „Errate den Song“- Stand.

Insgesamt war das „Neujahresfest“ sehr gelungen und gut organisiert. Dennoch vermisse ich ein wenig die besondere Stimmung des klassischen Weihnachtsmarktes vor den Ferien. Zum Abschluss haben wir uns noch umgehört, wie andere das Fest erlebt haben:

„Mir hat die Vielfalt der Stände gefallen. Die meisten Stände verkauften zwar Waffeln, Kuchen oder Crêpes, aber es gab auch viele tolle kreative Angebote.“ (~ 9. Klässlerin)

„Das Neujahrsfest gefällt uns sehr.“ (~ einige aus der 5a)

Das Feedback der Schüler*innen bestätigt nochmal den Erfolg des „Neujahrsfestes“.

Huda Shamsi, 10d

Bio-Schüler:innen als Ermittler:innen: CSI MAINHATTAN

Die Schüler:innen der 12. Klasse wurden Anfang Februar zu „CSI-Agenten“ ausgebildet. Insgesamt vier Biologie-Kurse haben in jeweils sechs Stunden langen Intensivausbildungen gelernt, wie sie mit Hilfe von PCR (Polymerase Chain Reaction) Beweismittel gegen mögliche Täter in Kriminalfällen entschlüsseln können.

PCR ist eine Technik aus dem Bereich Biologie, bei dem die DNA des Menschen erst vervielfacht und dann mittels eines weiteren Verfahrens namens „Gel-Elektrophorese“ entschlüsselt wird. Wenn an einem Tatort DNA- Rückstände zu finden sind, können sie genutzt werden, um sie mit der DNA der Verdächtigen zu vergleichen. Die benötigte DNA kann dafür auch nur in winzigen Mengen vorhanden sein, wie zum Beispiel an einem Zigarettenstummel. Die gefundene DNA wird dann mit DNA-Proben von Verdächtigen verglichen und wenn sie übereinstimmt, wurde der Täter gefunden – optimale Agenten Arbeit!

Geübt haben die Schüler*innen mit ihrer eigenen DNA. Dafür haben sie eine Speichelprobe aus dem Mund genommen, diese mit einer Flüssigkeit vermischt, die die DNA so vorbereitet, das sie in einem Gerät, welche explizit für PCR gemacht ist, vervielfacht werden kann. Daraufhin wird die DNA in ein weiteres Gerät, das für die Gel-Elektrophorese zuständig ist, überführt. Auf diesem bewegen sich die einzelnen DNA-Fragmente und bilden sichtbare Streifen. Am Ende sieht das dann so aus, wie auf dem Foto:

Die verschiedenen Balken sind den verschiedenen Proben der Personen zuzuordnen. Ermöglicht wurde dieses Projekt von CSI MAINHATTAN, sie haben das Material und Anleitungen zur Verfügung gestellt und das nicht nur für die Bettinaschule, sondern für ganz viele Schulen in Frankfurt. Begleitet wurden die Schüler:innen von den Biolehrkräften.

Das Projekt war ein erfolgreicher Abschluss des Themas DNA im Bio-Unterricht der Q1 und es war spannend, das Erlernte direkt praktisch umzusetzen. Direkt bei der CSI anfangen können die Schüler*innen jetzt leider noch nicht, viel gelernt haben sie trotzdem.

Luna Bender, Q1.

Der Bolyai-Wettbewerb an der Bettinaschule

Am Dienstag, dem 13.01.2026, fand in ganz Deutschland in der 3. und 4. Stunde der Bolyai-Wettbewerb statt. Der Bolyai-Wettbewerb wurde vor 23 Jahren an einem Budapester Gymnasium ins Leben gerufen. Das Ziel des Wettbewerbs ist es, schwere Denkaufgaben gemeinsam im Team zu lösen und dadurch das effektive Zusammenarbeiten zu fördern. Am Bolyai-Wettbewerb können alle Schüler ab der dritten Klasse bis zu den Abiturjahrgängen teilnehmen. Da der Fokus des Bolyai-Wettbewerbes bei der Zusammenarbeit von Schülern und Schülerinnen liegt, dürfen die Teams auch klassenübergreifend zusammengestellt werden. Wichtig zu wissen ist, dass man nur mit Schüler:innen aus seiner Jahrgangsstufe zusammen teilnehmen darf. Der Wettbewerb ist komplett freiwillig und wird nicht benotet. Die Teilnahme kostet 3 Euro und für den Anmeldezettel müsst ihr eure Mathe-Lehrkraft ansprechen. Weitere Informationen zu dem Wettbewerb gibt es auf www.bolyaiteam.de.

 Hier an der Bettinaschule versammelten wir uns schon alle in der ersten Pause vor der Aula. Bevor der Wettbewerb begann, bemerkte ich schon, dass vor allem Schüler der Unterstufe (5-7. Klasse) ein besonderes Interesse an dem Bolyai-Wettbewerb zeigten, da sie die Mehrheit ausmachten. Wir waren ungefähr 60 bis 80 Teilnehmer:innen. Als wir gegen Ende der Pause in die Aula durften, halfen wir Herrn Losert, die Tische und Stühle in Gruppentischen aufzubauen. So hatte jede Gruppe einen Platz. Herr Losert erklärte uns die Regeln, bzw., was wir während des Wettbewerbs tun und was wir nicht tun durften. Zum Beispiel war der Taschenrechner nur für die Stufen ab der 9. Klasse erlaubt.

Man merkte, dass die Situation angespannter wurde, wobei man sagen muss, dass die meisten Schüler der Unterstufe recht entspannt waren. Wir bekamen die Aufgaben ausgeteilt und durften direkt anfangen. Die Zeit, die wir für das Bearbeiten des Tests bekam, betrug 60 Minuten, welche in der 8. Klasse für 14 Aufgaben vorbestimmt war. Aus meiner Sicht waren die Aufgaben einfacher als gedacht, obwohl es viele Aufgaben in einem mir nicht bekannten Schema gab, Da man mehrere Antworten für eine Aufgabe ankreuzen konnte, war viel Raum für Trick-Fragen. Ich und mein Partner waren zu zweit beim Test, aber man merkte, dass die Aufgaben eigentlich für 3-4 Teilnehmer konstruiert waren.

Als die 60 Minuten dann vorbei waren, gaben wir das Blatt mit unseren eingetragenen Ergebnissen ab. Aus der Jahrgangs Stufe 8 ist das Team DaMaFeMa bestehend aus Marvin, Malte, Felix und Daniel in die zweite Runde gekommen. Herzlichen Glückwunsch!

Finn Krause, Jahrgang 8

Ein Krimi: Die Schulsprecher:innenwahl

Die diesjährige Schulsprecher.innenwahl war so spannend wie nie. Zwei Teams haben aktiven Wahlkampf betrieben mit Plakaten und Videos auf Social Media Plattformen wie Instagram. Es musste jedoch nach durchgeführter Wahl nochmal neu gewählt werden, weil der Vorwurf des Wahlbetrugs im Raum stand. Am Ende setzte sich Team 2, bestehend aus Larisa, Odile, Hannah, Pavle (Q1) gegen Team 1, bestehend aus Karla, Ella, Din und Oscar (Q1), durch. Die Wahl war wirklich aufregend und lehrreich – im Nachhinein. Im Gespräch mit Vertreter*innen beider Teams sind wir den Hintergründen für die konflikthaften Ereignisse auf den Grund gegangen.

Zwei große Teams stellen sich zur Wahl – das zeigt ein großes Interesse, Entscheidungen in der Schule mitzugestalten und den Willen, die Schülerschaft aktiv zu vertreten. Das ist erstmal was Gutes. Es macht Hoffnung, wenn man sieht, dass es aktive Schüler*innen gibt, die gerne etwas verändern wollen. Die Beweggründe beider Gruppen, sich als Schulsprecher*innenteam wählen zu lassen, zeigten denn auch deren Engagement. Das erste Team bemängelte die fehlende Präsenz der vorherigen Schul-sprecher:innen und wollte das Miteinander innerhalb der Schulgemeinde fördern. Auch das zweite, das letztendliche „Gewinnerteam“, hatte als Ziel eine besseren Vernetzung und Kommunikation zwischen Lehrkräften und Schüler:innen sowie innerhalb der Schülerschaft. Auf diesem Weg möchten sie zur Zusammenarbeit anregen und gemeinsame Projekte wie Schulbälle, Parties etc. ins Leben rufen.

Trotz  oder vielleicht wegen der ähnlichen Ziele beider Teams entstand während der Zeit des Wahlkampfes eine deutliche Rivalität. Das zeigte sich in Sticheleien, wie beispielsweise in einem Video des zweiten Teams auf Social Media. Es wurden Andeutungen gemacht, die viele als kränkende Seitenhiebe dem ersten Team gegenüber wahrnahmen. In einem Video schrieben sie zum Beispiel: „Wie wir uns fühlen, wenn wir wissen, dass wir Gutes für die Schule tun wollen, ohne von egoistischen Motiven getrieben zu werden“. Sie unterstellten damit offensichtlich Team 1, aus egoistischen Interessen heraus zu handeln, statt eine Interessenvertretung für alle anzustreben. Schnell war das in der Schule verbreitet und die Spekulationen, wer gemeint sein könnte, brachten klar zum Ausdruck, dass es sich bei der Anspielung um das gegnerische Team handelte.

Diese Anschuldigungen wies das zweite Team zurück. Sie hätten mit ihrem Video niemanden angreifen wollen und mit dem Statement bloß ihre Aufrichtigkeit als Schulsprecher*innen unterstreichen wollen. Trotzdem lösten sie bei dem ersten Team den Ehrgeiz aus, selbst auch mehr Wahlkampf zu betreiben. So entstand die Idee, ein Werbevideo zu machen, bei dem sich verschiedene Mitglieder der Schulgemeinschaft, darunter auch Lehrkräfte, für das erste Team aussprachen. Man sieht: Die Teams schaukelten sich immer weiter hoch und der Wahlkampf wurde weniger professionell und eher persönlich.

Das Drama begann nach der Wahl

Nach der Wahl begann dann das eigentliche Drama: Bei der Stimmenauszählung wurden mehrere Stimmzettel mit gleicher Handschrift gefunden und jüngere Schüler*innen aus den unteren Stufen berichteten, sie seien dazu angestiftet worden, mehrere Zettel abzugeben. Ursprünglich richteten sich die Vorwürfe gegen das Team 1. Die Stimmzettel deuteten allerdings auf einen Betrug des Gewinner-Teams 2 hin. Die Vorwürfe, jemand habe den Wahlgang absichtlich manipuliert, indem er ausgewählten Personen mehrere Wahlzettel gegeben habe, wiesen beide Teams zurück. Beide Teams sind sich im Nachhinein einig, dass jegliche Unstimmigkeiten bei den Wahlzetteln auf eine fehlende beziehungsweise unzureichende Kommunikation zwischen den Teams und den Organisator*innen zurückzuführen ist.

Was wirklich passiert ist, lässt sich jetzt, im Nachhinein, nicht mehr zurückverfolgen. Aber es ist klar, dass ein erneuter Wahlgang notwendig war – das beteuern auch die beiden Teams. Unschön war: Die Anschuldigungen der Wahlmanipulation richteten sich zwar gegen beide Teams, explizit hervorgehoben in diesem Prozess wurde aber nur ein Schüler aus Team 1, den diese Anschuldigungen sehr getroffen haben. Besonders die schnelle Verbreitung des Gerüchts,  sei schließlich dann auch der Grund gewesen, so mutmaßte er, warum sein Team schlussendlich verloren habe. In jedem Fall zeigt der Vorgang, dass die Verbreitung von Gerüchten ohne wirkliche Faktengrundlage dazu beiträgt, dass einzelne (oder auch Gruppen) in einen Verdacht geraten, gegen den es schwer ist, sich zu wehren.

Die gewählten Schülersprecher*innen haben sich nun, da die Wahlen vorüber sind, einiges vorgenommen. Als höchste Priorität sehen sie die Transparenz ihrer Arbeit an und den Wunsch, alle Schüler*innen an unserer Schule mitzunehmen bei dem, was sie planen und unternehmen. Dazu haben sie als erstes verschiedene WhatsApp-Gruppen gegründet, durch die sie hoffen, die Kommunikation untereinander zu vereinfachen.

Der gesamte Wahlprozess war für uns alle sehr lehrreich. Er hat gezeigt, wie wichtig ein transparentes und auf nachvollziehbaren Regeln beruhendes Vorgehen bei Wahlen ist und wie schnell Gerüchte Unsicherheiten und Misstrauen verbreiten können. Der beschriebene Vorfall ist ein gutes Beispiel dafür, wie wichtig ein respektvoller Umgang untereinander ist, denn trotz aller Meinungsverschiedenheiten und Rivalitäten sprechen beide Teams jetzt mit großem Respekt über das andere und beweisen dadurch Integrität und Fairness.

Nun blicken wir gespannt auf das nächste Jahr und auf das, was die Schülersprecher-Teams alles umsetzen können. Bis zur nächsten Wahl haben wir hoffentlich alle dazugelernt und wiederholen nicht die gleichen Fehler.

Luna Bender, Q 2

Filmempfehlung: Dead Poets Society (1989)

Worum geht es?

An einem englischen Elite-Internat für Jungen wird ein neuer Lehrer aufgenommen. Mr. Keating sticht durch seine offene Art und unüblichen Unterrichtsmethoden sofort heraus. Seiten aus Büchern sollen ausgerissen werden, Unterricht wird zum Teil im Freien veranstaltet und die Schüler sollen sich auf das Pult stellen, um die Welt „aus einer anderen Perspektive zu betrachten“. Auf geschickte Weise bringt Mr. Keating den Jungen die Poesie nahe, lehrt sie frei zu denken und ihr Leben nach ihrem Willen zu gestalten. Als die Schüler durch Zufall auf einen alten Club stoßen, dem Mr. Keating einmal angehört hat, die „Dead Poets Society“, beschließen sie, ihn wieder aufleben zu lassen. Sie treffen sich nachts heimlich außerhalb des Internats, lesen Gedichte, diskutieren und albern herum. Doch als sich ein tragischer Vorfall ereignet, geben Eltern und Schulleitung Mr. Keating die Schuld…

Warum es sich lohnt:

Ein unfassbar guter Film, der, trotz seines Alters, sehr aktuell ist. Die Schüler wissen, obwohl großer  Leistungsdruck auf ihnen lastet, die einfachen Dinge zu schätzen und lernen durch Poesie und mit Humor, was im Leben wirklich zählt. Mr. Keating, gespielt von Robin Williams, ist ein Lehrer, den wir uns alle wünschen. Die Gemeinschaft, die die Jungen teilen, und die wunderbare herbstliche Kleinstadt haben mein Herz ebenfalls erobert.

Genre: Drama, Coming-of-age
Länge: 123 Minuten
Fsk: 12

Lea Romina Hassel, 9.Klasse

Wie die Philosophie der Stoiker unseren Alltag rettet

Hast du dich heute schon über etwas aufgeregt? Vielleicht war die Bahn zu spät, dein Handy-Akku ist im falschen Moment leer gegangen oder jemand hat einen blöden Kommentar über dein Outfit gemacht. Meistens fressen uns diese Kleinigkeiten den ganzen Tag auf. Doch stell dir vor, es gäbe ein mentales Schutzschild, das dich in solchen Momenten einfach ruhig bleiben lässt. Genau das verspricht der Stoizismus!

Diese Lebenseinstellung ist über 2.000 Jahre alt, klingt aber kein bisschen verstaubt. Die Stoiker waren Denker aus dem alten Griechenland und Rom, die eine ganz einfache Regel hatten: Unterscheide immer zwischen dem, was du ändern kannst, und dem, was du nicht ändern kannst.

Nehmen wir das Wetter. Wenn es bei deinem geplanten Ausflug regnet, hast du zwei Möglichkeiten. Du kannst wütend werden und dir die Laune verderben lassen. Oder du akzeptierst es, denn deine Wut wird die Wolken nicht vertreiben. Die Stoiker sagen: Deine Energie ist wertvoll. Verschwende sie nicht an Dinge, die außerhalb deiner Macht liegen. Was du aber immer kontrollieren kannst, ist deine eigene Reaktion. Du entscheidest, ob du dich über den Regen ärgerst oder ob du dir einfach einen Schirm schnappst und das Beste daraus machst.

Im Stoizismus geht es nicht darum, gefühlskalt wie ein Roboter zu werden. Es geht darum, klug mit seinen Gefühlen umzugehen. Wer stoizistisch lebt, versucht vier wichtige Werte in seinen Alltag einzubauen: Weisheit, Mut, Gerechtigkeit und Selbstbeherrschung. Das bedeutet zum Beispiel, auch dann fair zu bleiben, wenn andere gemein sind, oder den Mut zu haben für seine Meinung einzustehen, auch wenn es anstrengend ist.

Besonders in der heutigen Zeit von Instagram und TikTok hilft uns dieser Blickwinkel extrem. Wir machen uns oft abhängig davon, wie viele Likes wir bekommen oder was andere über uns denken. Ein Stoiker würde dazu sagen: „Was andere über dich sagen, liegt in deren Kopf, nicht in deinem. Es gehört ihnen, nicht dir.“ Wenn du lernst, deinen eigenen Wert nicht von der Meinung anderer abhängig zu machen, wirst du innerlich viel freier und stärker.

Am Ende ist der Stoizismus also wie ein Training für den Kopf. Es geht darum, ein „Fels in der Brandung“ zu sein. Das nächste Mal, wenn etwas schiefläuft, atme kurz durch und frag dich: „Kann ich das gerade wirklich ändern?“ Wenn nicht, dann zuck mit den Schultern, lass es los und konzentriere dich auf das, was du als nächstes tun kannst. Das spart nicht nur Nerven, sondern macht dich auch zum diszipliniertesten Charakter im Raum.

Malik Popal, 9d

Lehrer des Monats: Herr Dr. Yueker

„Ich wollte immer Wissenschaftler werden“, sagt Dr. Yueker in unserem Interview. Wie gut, dass er dennoch an die Schule gegangen ist. In unserer neuen Rubrik „Lehrkraft des Monats“, stellt die Bettiversum-Redaktion in lockerer Reihenfolge Lehrkräfte vor, die uns besonders auffallen. Zum Beispiel, weil sie, wie Herr Yueker, besonders interessante Projekte machen im Unterricht.

BettiVersum: Herr Yueker, schön, dass Sie sich Zeit nehmen. Fangen wir ganz vorne an: Wer sind Sie, wo kommen Sie her und was wissen die meisten vielleicht noch nicht über Sie?

Herr Yueker: Ich bin Frankfurter. Ich habe Lehramt studiert, aber mein Weg war nicht ganz gradlinig. Eigentlich führte mich ein abgelaufenes Stipendium auf diesen Pfad, Lehrer zu werden. Meine erste Schule war damals eher eine „Notlösung“, aber das Feedback der Schüler hat alles verändert. Sie sagten mir: „Sie sind der Einzige, bei dem wir was verstanden haben.“ Das hat mich geprägt.

BV: Warum sind Sie letztendlich Lehrer geworden? Was motiviert Sie jeden Morgen?

Herr Yueker: Ich habe einem Freund einmal versprochen, etwas Sinnvolles zu tun. Diese Rolle als Lehrer hat für mich auch heute noch einen tiefen Sinn – manchmal sind es die ganz kleinen Dinge im Alltag, die zählen. Meine eigenen Erinnerungen an meine Schulzeit spielen dabei auch eine große Rolle.

BV: Sie blicken auf eine lange Schulzeit zurück. Wie war das damals bei Ihnen?

Herr Yueker: Ich war von der 1. bis zur 13. Klasse auf einer Privatschule im Holzhausenviertel. Ich hatte dort Lehrer mit enormem Wissen, hatte aber oft das Gefühl, dass sie eigentlich noch viel mehr hätten geben können. Ich selbst war eher am Rand, kein Angeber und wollte auch nicht unbedingt „dazugehören“. Ich habe damals gelernt: Freundschaften hängen von gemeinsamer Leidenschaft ab, das muss nicht unbedingt in der Schule passieren.

BV: Sie haben einen Doktortitel erworben. Wie kam es dazu und worüber haben Sie geforscht?

Herr Yueker: Das hatte einen ganz banalen Grund: Ich wollte immer Wissenschaftler werden und wollte den Titel als Basis für eine eventuelle Zukunft in der Forschung. In meiner Arbeit ging es um die Entstehungsphase des Universums sowie die Untersuchung und die Folgen des heutigen Universums. Ein sehr persönlicher Moment war, dass meine Großmutter genau an dem Tag starb, an dem ich meinen Titel erhielt – fast so, als hätte sie darauf gewartet.

BV: Das ist schade… Wie kamen Sie eigentlich auf die Idee für das Mathe-Projekt in der neunten Klasse?

Herr Yueker: Ich habe schon immer gerne Projekte gemacht. Das fing schon früher an, zum Beispiel mit den Energieparkhäusern in einer 7. Klasse in Physik. Mein Ansatz ist einfach: Die Schüler müssen es mögen, um es zu verstehen. Wenn jeder etwas machen dürfte, worauf er wirklich „Bock“ hat, wäre das Interesse ein ganz anderes. Das testen wir zum Beispiel auch in der Science AG.

BV: Wenn Sie das Schulsystem ändern könnten: Wo würden Sie ansetzen?

Herr Yueker: Drei Dinge sind mir wichtig: Erstens muss die Schule genug Mittel haben – egal woher das Geld kommt -, damit sie sich weiterentwickeln kann. Zweitens würde ich die starren Strukturen auflösen, um die effektivsten und individuellsten Modelle für Schule zu entdecken. Mehr Freiheit!

BV: Welche Ratschläge haben Sie für einen guten Unterricht, sowohl für Lehrer als auch als Schüler?

Herr Yueker: Mir ist es hauptsächlich wichtig, dass ein Wohlfühlen in der Schule ermöglicht wird. Man muss erlauben, dass die Schüler für etwas brennen, aber auch klare Grenzen festlegen – zum Schutz der Schüler.
Und an euch Schüler: Egal welchen Lehrer ihr vor euch habt, stellt Fragen, wenn ihr etwas nicht verstanden habt! Und sorgt gemeinsam dafür, dass der Ort Schule Spaß macht, egal, wie er sonst sein mag. Jeder einzelne Schüler kann etwas verändern.

BV: Herr Yueker, vielen Dank für das Gespräch!

Malik und Donatello, 9d

Kegelrobben – schutzbedürftig!

Kegelrobben sind sehr faszinierende Tiere. Aber leider waren sie fast ausgerottet. Dank strenger Gesetze, besserer Wasserqualität und Jagdverboten erholen sich die Robben langsam. Vor allem in der Ostsee gibt es jetzt wieder viele von diesen schönen Tieren.

Doch aufgrund des vielen Abfalls im Meer verenden viele Robben immer noch mit einem Magen voller Plastikmüll. Genau aus diesem Grund gehört kein Müll ins Meer! Außerdem gelangen sie immer wieder in Fischernetze, in welchen sie dann ertrinken, weil sie nicht mehr an die Wasseroberfläche kommen, um Luft zu holen.

Was du tun kannst zum Schutz der Tiere: Achte beim Kauf von Fischprodukten darauf, dass sie aus einer verantwortungsvollen Quelle stammen, und nicht von Händlern, denen eine Überfischung egal ist in den Fischereigebieten in Nord- und Ostsee, denn Fische sind die Nahrungsgrundlage der Robben.

Lena Schmidt, 6a