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Autor: Bettina Tonscheidt

Girls Day: Alle können alles!

Der Girls’Day ist ein Tag, an dem Mädchen Berufe kennenlernen können, die meist von Männern ausgeübt werden, weil man denkt: „Das ist nichts für Frauen.“ Dabei handelt es sich um Berufe, in denen der Frauenanteil in Unternehmen meist unter 40 % liegt. Mit diesem Projektangebot möchte man erreichen, dass alte Geschlechterklischees aufgebrochen werden und sich mehr Mädchen zutrauen, beispielsweise in handwerklichen oder technischen Bereichen zu arbeiten, indem sie diese Berufe kennenlernen. Der Girl`s day zeigt, dass die Meinung „Das ist doch nur etwas für Jungs“ einfach nicht gerechtfertigt ist.

Ich war schon zweimal beim Girls’Day dabei, und es hat sich jedes Mal gelohnt. Einmal war ich als Forstarbeiterin unterwegs, und das zweite Mal war ich bei Air Liquide, einem Chemieunternehmen. Beides hat sehr viel Spaß gemacht! Der Girls’Day findet einmal im Jahr, im April, statt. Es gibt dazu eine Girls’Day-Website. Dort findet man zahlreiche Unternehmen, die zu einem Schnuppertag einladen. Wird man bei einem dieser Unternehmen angenommen, kann man sich ganz einfach mit einem Formular für diesen Tag von der Schule befreien lassen. Link: Home | Girls’Day

Der Girls’Day findet in der Regel im April statt, und ich würde mich sehr freuen, wenn viele Schülerinnen der Bettinaschule mitmachen würden! Ich finde den Girls’Day persönlich wirklich toll, weil ich der Meinung bin, dass alle alles erlernen können.

Übrigens: Aus denselben Gründen, aus denen es einen Girl`s Day gibt, gibt es auch einen Boys’Day an dem Jungen Berufe kennenlernen können, die sie sich nicht zutrauen, weil sie meist von Frauen ausgeübt werden, zum Beispiel in der Pflege oder im erzieherischen Bereich.

Lena Schmidt

2026: Time Odyssee – Theaterprojekt DS Q2 Blm

Was würde eigentlich passieren wenn man durch die Zeit reisen könnte und dann, mehr oder weniger, aus Versehen, in die Vergangenheit eingreift? Was geschieht dann mit der Gegenwart? Genau das ist das Thema der DS Aufführung des diesjährigen Q2 DS-Kurses von Frau Buhlmann gewesen.

Erst einmal zur Einordnung: DS ist eines der künstlerischen Fächer, für das man sich in der 11.Klasse anstelle von Musik und Kunst entscheiden kann. Die Abkürzung steht für Darstellendes Spiel, dementsprechend lernt man in diesem Fach alles rund ums Schauspielern und das Theater. Jedes Jahr stellen die Kurse der 12. Klasse – meist sind es zwei – ihre selbst inszenierte Arbeit an einem Abend bei uns in der Aula vor.

Zur Handlung: In der diesjährigen Vorstellung, die am 21.05.26 statt fand, ging es um ein Wissenschaftlerteam, welches an einer Zeitmaschine arbeitet. Trotz großer Fortschritte in der Technik, hegten einige noch große Zweifel am Projekt. Doch plötzlich schaltet sich die Zeitmaschine von alleine ein und zieht mehrere Forscher in ihren Schlund. Diese landen in unterschiedlichen Jahrhunderten und sind dann jeweils mit den in dieser Zeit lebenden Menschen konfrontiert. So landeten manche auf einem Markt im mittelalterlichen Rom, andere im Wilden Westen, bei Mozart im 18. Jahrhundert oder in den 1980ern mitten in einem Aerobic-Kurs. Dort verliert eine der Zeitreisenden ihr Handy, für diese Zeit ein technisches Wunder.
Zum Glück schaffen die Zeitreisenden es, sich wieder zusammenzufinden, und gemeinsam zurück in das Hier und Jetzt zu gelangen, doch dort ist nichts mehr, wie es einmal war, denn wenn man auch nur eine Kleinigkeit in der Vergangenheit verändert, kann das große Auswirkungen auf die Gegenwart haben. Das in den 80ern verlorene Handy beschleunigte die technische Entwicklung rasant, sodass die Wissenschaftler in einer Welt ankommen, die von einer KI beherrscht wird….

Mir persönlich hat das Stück sehr gut gefallen. Das Bühnenbild war mit der Zeitmaschine und dem Mobiliar, das für jede Szene neu arrangiert wurde und eine neue Funktion erhielt, sehr kreativ. Die Storyline, die die Schüler:innen selbst erarbeitet haben (!!!) war sehr unterhaltsam und unvorhersehbar. Insbesondere die schauspielerische Leistung hat mich total überzeugt und, ehrlich gesagt, auch ein wenig überrascht, denn nach dieser sehr kurzen Probenzeit so eine schauspielerische Leistung zu erbringen ist wirklich richtig stark! Auch aus dem Publikum habe ich sehr viel positives Feedback gehört.

Insgesamt ein super gelungenes Stück!

Hanna Zanolin

Was ist eigentlich die Wehrpflicht?

2025 gab es im Bundestag eine Debatte zur Wiedereinführung der Wehrpflicht. ‚Alle männlichen Personen ab 18 Jahren sind dazu aufgerufen, einen Wehrdienst bei der Bundeswehr abzuleisten. Das ist neu, denn seit 2011 war in Deutschland WehrDIENST vollkommen freiwillig. Dazu erfahrt ihr mehr in dem folgenden Beitrag. Überall in Deutschland gab es Demonstrationen dagegen, vor allem von Jugendlichen, die in den nächsten Jahren davon betroffen sind – wie auch wir Schüler (!) der Bettinaschule.
Wir würden uns sehr freuen, wenn ihr mitdiskutieren würdet zu diesem Thema und uns eure Meinung schickt unter bettiversum@bettinaschule.de.

Früher war die Wehrpflicht in vielen Ländern üblich, auch in Deutschland. In den meisten Ländern konnte man jedoch – aus religiösen oder ethischen Gründen – die Wehrpflicht verweigern und stattdessen einen Zivildienst machen. Im Rahmen eines Zivildienst arbeitet man in einem sozialen Dienst, zum Beispiel in der Pflege, im Seniorenheim oder im Krankenhaus, leistet also einen wichtigen Beitrag zum sozialen Miteinander in der Gesellschaft.

Inzwischen haben in Europa 16 Staaten eine Wehrpflicht und die Zahl steigt: Immer mehr Länder führen eine Wehrpflicht ein – darunter auch Deutschland. Nach vielen Debatten haben CDU und SPD am 5. Dezember 2025 das Gesetz zur Wehrpflicht reaktiviert und modernisiert, weshalb nun alle männlichen Personen, die nach dem 1.Januar 2008 geboren wurden, mit 18 Jahren zur sogenannten Musterung gehen müssen. Bei einer Musterung überprüft eine staatliche Behörde überprüft, ob die Betreffenden dienstfähig sind.

Der Beitritt zur Bundeswehr ist zunächst für alle freiwillig. ABER: Falls sich aber nicht genug Menschen freiwillig melden, kann durch ein Zufallsverfahren per Los jede Person eingezogen werden. Das heißt, theoretisch kann jede männliche Person unter uns Bettinaschülern zum Militär „müssen“. Man kann diesen Dienst an der Waffe verweigern – doch die Verweigerung muss seitens der staatlichen Stellen nicht akzeptiert werden.

Die Wehrpflicht wird von der aktuellen Bundesregierung wieder eingeführt, obwohl in Umfragen zur Wehrpflicht die große Mehrheit der potenziell Betroffenen zwischen 18 und 29 Jahren klar dagegen sind, denn nur 29 Prozent aller jungen Menschen haben sich für eine Wehrpflicht ausgesprochen.

Es gibt auch Kritik daran, dass die Wehrpflicht nur für männliche Personen gedacht ist, was auf einem ziemlich veralteten Rollenbild beruht. Das Losverfahren wird von vielen Betroffenen und auch Politiker:innen als verfassungswidrig gesehen. Es wird z.B. argumentiert, dass überhaupt nicht genug Ressourcen für die Wehrpflicht vorhanden seien – es brauche viel mehr Unterkünfte zum Beispiel und Ausstattung. Vor allem aber gibt es ethische Bedenken, da, so die Auffassung, mit einer Wehrpflicht der Staat seine Bürger zum Töten zwingt und natürlich die Soldatinnen und Soldaten auch selber sterben können.

Zusammenfassend lässt sich festhalten: Die Bundesregierung hat trotz deutlicher Kritik die Wehrpflicht wieder eingeführt, auf die Stimmen der Betroffenen, also der Jugend, wurde dabei nicht gehört, obwohl Umfragen deutlich gemacht haben, dass weit über 60 Prozent der Jugendlichen klar dagegen sind. Sie werden jetzt zum Kriegsdienst gezwungen.
Wenn ihr aus ethischen Gründen verweigern wollt und dabei Hilfe braucht, recherchiert im Internet. Es gibt viele Webseiten, die euch dabei helfen können.

Donatello Porello

P.S. Bitte lasst uns eure Meinung wissen! Schreibt an: bettiversum@bettinaschule.de. Wir veröffentlichen eure Kommentare nach den Ferien einer eigenen Rubrik. Das ist auch anonym möglich.

Was macht die Oberstufe aus? Interview mit Hanna, Q2

Viele von uns aus der Unter- und insbesondere Mittelstufe fragen sich, wie sich der Schulalltag in der Oberstufe verändert. Darüber möchten wir heute mit einer Schülerin, unserer Chefredakteurin Hanna Zanolin aus der Q2, sprechen.

Liebe Hanna, wenn du die Oberstufe in drei Worten beschreiben müsstest, welche wären das – mit einer kurzen Begründung?

Also… die Oberstufe ist „frei“. Man hat viel mehr Freiheiten, allein, weil man schon einige Fächer abwählen und sich Leistungskurse aussuchen darf. Außerdem würde ich das Wort ,,Wettbewerb“ nennen, weil alle um jeden einzelnen Punkt kämpfen. Besonders in der 12. Klasse, weil es den ganzen Schnitt verändern kann. Da vergleicht man sich leider sehr schnell mit anderen. Das dritte Wort wäre „anstrengend“, weil die Tage sehr lang sind u.a. weil man viele Freistunden hat, in denen man auf den nächsten Unterricht warten muss.

Viele haben Respekt vor den Anforderungen der Oberstufe. Wie viel mehr muss man tatsächlich lernen?

Also, das ist etwas schwieriger zu sagen…Man muss anders lernen. In der Oberstufe ist (fast) jede Arbeit nach einem bestimmten Schema aufgebaut, sodass man sich besser auf die Arbeiten vorbereiten kann. Man muss außerdem das Gelernte mehr miteinander verknüpfen und die Zusammenhänge verstehen. Natürlich muss man mehr lernen, aber es kommt in Schüben. In einigen Wochen hat man sehr viel durch Klausuren und Projekte zu tun. In anderen Wochen hat man keine Klausuren mehr und es entfällt viel Unterricht, was natürlich entspannter ist.

In der Oberstufe kann man zwei Schwerpunkte, also Leistungskurse wählen. Nach welchen Kriterien hast du deine ausgewählt?

Darüber wird immer viel diskutiert. Ich persönlich habe die Leistungskurse Biologie und Chemie. Raten würde ich euch, nicht nach Lehrern zu wählen und nicht auf Vorurteile zu hören. Falls man nicht mit einem Lehrer zurechtkommen sollte, kann man immer noch nach dem Halbjahr den Leistungskurs wechseln. Ich würde immer schauen, welche Fächer mir leichter fallen und bei welchen Fächern ich am meisten Spaß beim Lernen habe. Und damit meine ich nicht nur den Unterricht, sondern auch das Lernen Zuhause für die Klausuren.

Hat sich die Oberstufe so entwickelt, wie du sie dir vorgestellt hast? Wie unterscheidet sich der Alltag von dem eines 10. Klässlers /einer 10.Klässlerin?

Also, ich hatte gerade durch die vielen Warnungen der Lehrer:innen große Angst vor der Oberstufe. Ich dachte, dass alles schwerer wird und dass meine Noten dadurch automatisch alle schlechter werden, aber das stimmt gar nicht. Es ist wie ein Neustart, den man sehr gut für sich nutzen kann, was mich dann positiv überrascht hat.

Viele stellen sich die Oberstufe stressig vor und es klingt auch so. Wie schaffst du es, Schule, Freizeit und Hobbys unter einem Hut zu bekommen? Wie teilst du dir die Zeit ein?

Das ist schwierig zu beantworten, weil es von Person zu Person unterschiedlich ist. Viele haben neben der Schule einen Minijob, ich gebe bspw. nach der Schule Nachhilfe. Danach mache ich meistens Hausaufgaben und vor wichtigen Klausuren muss man natürlich mehr lernen und die Schule priorisieren. In diesen Zeiten bleibt eigentlich kaum noch Zeit für Hobbys. Wenn aber die Klausurenphase vorbei ist, habe ich dann natürlich viel mehr Zeit für meine Hobbys. Es klingt alles so ernüchternd, aber es ist nicht so schlimm. Wie gesagt, es ist bei jedem unterschiedlich. Es gibt auch einige Schüler, die mehr Zeit für ihre Hobbys haben. Es ist stark von der Person abhängig, von ihrem Lerntyp, von dem Zeitmanagement und von vielen weitere Faktoren.

Man hört von vielen Lehrern, dass der Unterricht in der Oberstufe lockerer und selbstständiger sein soll. Stimmt das tatsächlich oder ist das eher ein Vorurteil?

Ich würde sagen, dass es in den meisten Fällen stimmt. Aber Achtung: Nur weil der Unterricht lockerer ist und eine schöne Atmosphäre herrscht, heißt das nicht, dass die Notenvergabe „locker“ ist.

In vielen Kursen wird mittlerweile digital gearbeitet. Würdest du SchülerInnen empfehlen, sich ein Tablet anzuschaffen? Warum oder warum nicht?

Wenn man es schafft, sich nicht vom Tablet ablenken zu lassen, kann es wirklich sehr praktisch sein. Ich nutzte selber ein Tablet und mir hat es sehr geholfen, mich zu organisieren. Man hat den ganzen Unterrichtsstoff auf einem Gerät gespeichert und kann schnell darauf zurückgreifen. Es ist wie ein Lernpool sozusagen, wo ich auch alle meine Lern-Apps haben. Das ist besonders praktisch, weil ich in meinen vielen Mittagspausen/ Freistunden Hausaufgaben schon direkt machen kann. Es gibt auch die andere Hälfte der Schüler, die ohne Tablet arbeiten und die haben auch nicht wirklich einen Nachteil. Ich würde sagen, es kommt immer auf die Person an und wie man sich gerne organisiert.

Mit etwas Abstand blick man oft anders auf die eigene Schulzeit zurück. Gibt es etwas, das du in der Unter- oder Mittelstufe heute anders machen würdest?

Ich glaube, ich würde etwas organisierter lernen. Ich wusste damals nicht so richtig, wie ich lernen soll, um es im Langzeitgedächtnis zu behalten. In manchen Fächern greift man viel auf Gelerntes zurück und ich merke, dass ich schon einige Lücken habe, die ich zwar schnell aufarbeiten kann, aber es wäre besser, wenn ich das gar nicht machen müsste. Wichtig ist es auch, sich nicht zu sehr zu stressen.

Vermisst du manchmal die Mittelstufe oder würdest du nicht mehr zurücktauschen wollen?

Ich würde nicht mehr zurücktauschen wollen, allein weil ich dieses Kurssystem besser finden. Man hat in jedem Kurs andere Personen und man ist viel mehr mit anderen vernetzt. Ich finde es auch gut, dass man einige Fächer abwählen darf und dass man Leistungskurse hat. Man kann sich quasi auf das spezialisieren, was man am besten kann. Außerdem kann man die Oberstufe wie den „finalen Sprint“ betrachten: Man muss sich zwar nochmal extra anstrengen, aber das Ende der Schulzeit ist auch nicht mehr weit. Auch wenn sich das alles total anstrengend anhört, ist das die beste Schulzeit, die ich je hatte.

Danke für das Gespräch, Hanna!
Mir hat das Interview gezeigt, dass die Oberstufe zwar neue Herausforderungen mit sich bringt, aber auch viele Chancen bietet. Vielleicht ist sie am Ende gar nicht so einschüchternd, wie sie manchmal wirkt.

Huda Shamsi im Gespräch mit Hanna Zanolin (Q2)

Müll in der Schule: Jede Person zählt!

In den vergangenen Wochen, haben wir uns als WU-Kurs (Erdkunde+) in Jahrgang 9 mit dem Thema Müllentsorgung und Mülltrennung befasst. Dabei ist uns aufgefallen, dass – obwohl wir in der Öffentlichkeit oft als „umweltbewusste Schule“ betitelt werden – die Realität ganz anders aussieht.

Man sieht es auf dem Pausenhof, in den Klassenräumen und auf den Fluren: Überall ist Müll. Ob es Pfandflaschen, Essensreste oder Papierschnipsel sind. Der Müll ist nicht da, wo er hingehört.

Von klein auf wurde uns beigebracht, den Müll zu trennen in Altpapier, Verpackung, Rest- und Biomüll. Allerdings ist diese Trennung im Laufe der Jahre nicht nur in unseren Köpfen, sondern auch in der Gesellschaft und vor allem in den Schulen verloren gegangen.

Das Problem liegt natürlich nicht nur an den Schüler:innen und Lehrkräften, sondern auch an den Personen, die den Müll am Ende des Tages einsammeln und in eine Tonne schmeißen.

Dadurch bekommen viele Schüler:innen das Gefühl, es sei eh „egal“ ob man den Müll liegen lässt oder überhaupt trennt. Für manche scheint es keinen Unterschied zu machen, ob eine Person ihren Müll „mal“ liegen lässt bzw. nicht trennt. Aber ihr alle kennt die Dynamik: Wenn eine Person anfängt, werden es schnell immer mehr. Stellt euch vor, 20 Schüler:innen lassen ihren Müll an einem Montag irgendwo in der Schule auf den Gängen liegen. Was wäre, wenn dann zweihundert Personen sich denken „mein Müll macht keinen Unterschied“? Wir haben dann ein großes Problem.

Auch wenn es nicht so wirkt, aber jede Person die umweltbewusst ist und ihren Müll wegschmeißt und am besten noch trennt, macht einen Unterschied.

Jede:r zählt!

Johanna Elter und Jonna Hofmann

Überwachung der Toiletten?

Vor einigen Wochen begannen in der Schule Bauarbeiten, die die Schüler_innen vor große Rätsel stellten: Elektriker bauten Chiplesegeräte neben den Türen zu den Toilettenräumen ein. Diese lassen sich im Moment aber noch – wie gehabt – begehen. Das soll aber nicht so bleiben: Laut Aussagen mehrerer Lehrkräfte habe die Schulleitung beschlossen, dass die Schüler_innen außerhalb der großen Pausen einen Chip brauchen, um die Türen zu öffnen. So solle verhindert werden, dass schulfremde Personen die Waschräume betreten und Vandalismus solle dadurch reduziert werden. Diese Regelung soll ab nächstem Schuljahr gelten.
Informationen, wann welcher Schüler zur Toilette geht, speichere das Lesegerät nicht, sondern es sei lediglich als Türöffner gedacht. In welcher Form wir diese Chips bekommen, ist bisher unklar, es gibt jedoch das Gerücht, dass sie in unsere neuen Schülerausweise integriert werden.

Wir Schüler_innen fragen uns zum jetzigen Zeitpunkt, ob solche Chips den gewünschten Effekt erzielen können. Das muss wohl die Praxis zeigen.
Hanna Zanolin

Unbedingt lesen: Wunder

In diesem Buch geht es um einen Jungen namens August, welcher eine Gesichtsfehlbildung hat. Wegen dieser schämt sich August und geht für lange Zeit nicht in die Schule und wird von seiner Mutter Zuhause unterrichtet. Doch langsam wird es Zeit für ihn in der echten Schule in die fünfte Klasse zu gehen. Dort ist es erst einmal schwer für ihn, da er stark gemobbt wird und viele Vorurteile aushalten muss. Wir er diesen trotzen?

Bewertung:

Besonders gut gefallen hat mir, dass die Geschichte sehr aufregend war und man sich gut in die Charaktere hineinversetzen konnte. Allerdings war das Buch stellenweise etwas zu traurig. Zusammenfassend würde ich das Buch „Wunder“ jedem empfehlen, da man lernt wie schlimm Mobbing wirklich ist.

Emily

Die Mottowoche zum Abitur – für immer Vergangenheit?

Jedes Jahr vor den Osterferien feiert der 13. Jahrgang seine letzte Schulwoche mit einer „Mottowoche“, denn nach den Ferien findet für die Schüler:innen kein Unterricht mehr statt, stattdessen haben sie ihre Abiturprüfungen.
In dieser Woche verkleiden sich die Schüler:innen jeden Tag entsprechend eines neuen „Mottos“ und laufen – begleitet von Musik – durch die Schule und statten jeder Klasse Besuch ab. Für die ganze Schule eigentlich ein Highlight! Oder etwa doch nicht?! Schon in diesem Schuljahr wollte die Schulleitung die Mottowoche verbieten. Nur dank einer Petition mit Unterschriften vieler Lehrkräfte und der Vereinbarung über einen geregelten und knapperen Ablauf wurde sie doch noch möglich gemacht.
Wie sieht das jetzt für die nächsten Jahre aus?

In gewisser Weise verstehe ich die Kritikpunkte einiger Lehrkräfte gegenüber der Mottowoche: Die Abiturient:innen platzen in die Klassenräume rein und stören den Unterricht. Vor einigen Jahren waren diese auch alkoholisiert. Das ist natürlich ein No-Go. Dass sich das ändern musste, war selbstverständlich. Und es hat sich auch geändert! Von Alkohol ist seit Jahren keine Spur mehr.

Einige kritisieren auch, dass das „Stürmen“ der Klassenräume und die laute Musik den Unterricht stören würden, doch mal ganz ehrlich: Verpassen wir in der letzten Woche vor den Ferien so viel, wenn die Abiturienten fünf Minuten pro Tag den Unterricht unterbrechen? Gerade die Zeit vor den Ferien eignet sich doch perfekt: Die Arbeits- und Klausurphasen sind, meistens, gerade vorbei, viele sind auf Klassenfahrt oder auf Sprachaustauschfahrten, die elfte Klasse ist im Praktikum und der Rest sehnt sich nur noch den Ferien entgegen.

Am allerwichtigsten aber ist es mir, deutlich zu machen, dass diese Mottowoche für jeden Bettinaschüler und jede Bettinaschülerin eine Tradition geworden ist. Seit der fünften Klasse gehen die meisten von uns auf diese Schule. Seit der fünften Klasse werden wir hier aufs Abitur vorbereitet. Seit der fünften Klasse sehen wir jährlich, wie die Abiturienten ihre abgeschlossene Schulzeit feiern. Und seit der fünften Klasse freuen wir uns darauf, an ihrer Stelle zu stehen!

Die Bettinaschule ist ein Gymnasium und dementsprechend stark ist der Leistungsdruck: Von der 5. bis zur 13. Klasse werden wir auf unser Abitur vorbereiten. Dass heißt, permanent wird uns – schon von Anfang an – eingetrichtert: ,,Das braucht ihr aber fürs Abitur!“, ,,Ihr seid hier um euer Abitur zu machen!“, ,,Ihr müsst den ganzen Stoff fürs Abi wissen!“ .
Ein bisschen angsteinflößend, oder nicht? Genau aus diesem Grund war die Mottowoche für mich immer ein Teil der Schulzeit, der den Gedanken an das herannahende Abitur etwas angenehmer gemacht hat.

Meinungen zur Mottowoche

Ich wollte auch eure Meinungen zur Mottowoche kennenlernen und habe mich ein bisschen umgehört in verschiedenen Jahrgangsstufen:

,,Ich freue mich seit der 5. Klasse auf meine Mottowoche! Ich schaue mir jedes Mal auch gern die Mottowochen anderer Schulen an und empfinde das als einen sehr unterhaltsamen, harmlosen und spaßigen Ausklang nach 13 Jahren Schulen. Ich habe schon Kostüme im Kopf, seit ich in der 9. Klasse bin, und halte eine letzte Woche mit Feiern und Spaß für einen wichtigen und berechtigten Abschluss unserer Schulzeit. Ich verstehe, dass es gewisse Bedenken gibt und man vielleicht auch bestimmte Regeln oder Abmachungen für nötig hält, aber so ein wichtiges abschließendes Event ganz abzusagen finde ich recht unfair, weil so viele sich schon so lange darauf freuen.“

,,Ich fand die Mottowoche an unserer Schule sehr einfallsreich und eine schöne Abwechslung zum normalen Unterricht. Die Abiturienten haben sogar Konfetti und Bonbons geworfen und wir haben mit den Lehrern darüber gescherzt, auch wenn manche von Ihnen die Mottowoche nicht so toll finden. Es war laut, aber trotzdem lustig!“ –

,,Ich finde, die Mottowoche zeigt einen einmaligen Zusammenhalt im Jahrgang. Alle feiern, dass sie die Schule hinter sich lassen und so ermöglicht die Mottowoche einen positven Abschluss der Schulzeit.“

,,Die Mottowoche ist ein Event, auf das ich mich seit der Mittelstufe freue. Es ist ein Zeichen dafür, dass man es geschafft hat und, dass ,,nur“ noch die Prüfungen bevor stehen. Es ist die letzte Woche, die man  gemeinsam mit seinen Mitschülern verbringt und das sollte doch, meiner Meinung nach, gefeiert werden.“

Abschließend bleibt mir nur noch zu sagen, dass ich für die Zukunft hoffe, dass wir uns gemeinsam dafür einsetzen, eine Mottowoche, die für ALLE angenehm ist, zu ermöglichen.

von Hanna Zanolin, Q2

Tiere zu Ostern – warum eigentlich?

Die drei klassischen Tiere, die an Ostern eine Rolle spielen, sind das Osterlamm, das Huhn und der Osterhase und – erstaunlicherweise – gibt es in Italien ebenfalls eine Ostertaube.
Nun stellt sich die Frage: Was repräsentierten diese Tiere in Bezug auf Ostern und welche Geschichten bringen sie mit sich? Das wollte ich wissen und habe ein bisschen recherchiert. Hier das Ergebnis.

Der Osterhase:

Der Hase und das Ei vom Huhn galt schon vor dem Christentum als Zeichen von Fruchtbarkeit und Neubeginn. Im Christentum steht der Hase als Symbol der Wiederauferstehung Jesu und auch im Byzantinischen Reich (für Kenner:innen: Das Oströmische Reich) galt er als Symbol der Auferstehung. Der Osterhase selbst tauchte jedoch das erste Mal in der Doktorarbeit von Johannes Richier, einem Frankfurter, auf, der 1682 aufschrieb, dass es den Brauch gäbe, dass ein Hase Eier lege und sie im Garten verstecke, damit Kinder sie suchen können. Im 19. Jahrhundert wurde dieser Brauch erst so richtig populär, als große industrielle Hersteller von Schokolade und Süßwaren ihre Süßigkeiten in Form von Osterhasen erfolgreich vermarkteten.

Das Osterlamm:

Das Lamm steht schon seit langem für Unschuld. Im Christentum wird Jesus jedoch als das „Lamm Gottes“ bezeichnet, da Jesus – der Bibel nach – die Sünden dieser Welt auf sich nimmt. Diese Erlösungstat wird mit einem Osterlamm gefeiert. In den frühen Tagen des Christentums wurde das Lamm geschlachtet und sein Fleisch wurde unter einen Altar gelegt, damit Gott es segne, und dann am Ostersonntag gegessen. Heutzutage wird vielerorts immer noch zur Osterzeit Lammhaxe oder gebackenes Osterlamm gegessen.

Das Osterhuhn:

Das Osterhuhn repräsentiert denselben Brauch wie der Osterhase. Das Osterhuhn kommt nur aus einer anderen Region, nämlich aus der Region Elsass in Frankreich, und hat als Symboltier auch Wurzeln in der Schweiz, Süddeutschland und dem Alpenraum, während der Osterhase erstaunlicherweise hier aus Frankfurt kommt! Das Osterhuhn ist außerdem älter als der Osterhase.

Die Ostertaube:

Die Ostertaube oder auch „Colomba Pasquale“ auf italienisch symbolisiert den Frieden und die Auferstehung. Laut einer Legende erhielt die Stadt Pavia, als sie von dem Langobarden-Reich (ein altes Reich Nord Italiens) besetzt war, ein süßes Brot in Form einer Taube. Dieses Brot war ein Zeichen des Friedens in Pavia. Traditionell wird die Ostertaube in Italien als Symbol des Friedens und der Auferstehung Jesus an Ostern serviert.

von Finn Krause, 8c

Für alle, die noch mehr wissen wollen, hier eine Zusammenstellung der Quellen, aus denen ich recherchiert habe:

https://de.wikipedia.org/wiki/Osterhase

zum Osterlamm:

https://www.brigitte.de/leben/wohnen/ostern/osterlamm-bedeutung-und-tradition-11059596.html

Zum Osterhuhn:

https://www.forschung-und-lehre.de/zeitfragen/osterhase-hahn-oder-henne-4622?utm_source=chatgpt.com

https://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.tierische-symbole-was-eier-hasen-und-laemmer-mit-ostern-zu-tun-haben.9ac4de5d-7b25-4f95-9464-2d7b79ca5700.html

https://de.wikipedia.org/wiki/Osterhase

Zur Ostertaube:

https://www.my-little-italy.ch/de/blog/histoire/colombe-de-paques

https://centro-italia.de/gazzetta/wissen/colomba-pasquale-traditionelle-italienische-osterkuchen

https://schweizerbrot.ch/blog/feiertage-ostern