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Autor: Bettina Tonscheidt

Willkommen! – Mentor-Begleitung in den 5ten Klassen

Jedes Jahr aufs Neue gibt es ältere Schüler:innen der Bettinaschule, die die neuen Fünftklässler:innen in ihrem ersten Jahr an der Schule begleiten. Die „Mentor:innen“ stehen ihnen bei Problemen zur Seite, man sein Herz bei ihnen ausschütten oder einfach Fragen stellen zur Schule, den Lehrer:innen, Abläufen und so weiter. Diese Mentor:innen stammen aus der Jahrgangsstufe 9 und treffen sich regelmäßig in der Mentor:innen AG, welche von Herrn Conradi und Frau Akbaba geleitet wird. Ich bin eine davon und berichte euch hier von meinen Erfahrungen.

Großer Andrang

Ausgewählt werden die Mentor:innen von den Lehrer:innen und den „alten“ Mentor:innen in einem Bewerbungsgespräch. Dabei werden den Bewerber:innen Fragen gestellt, um sich ein Bild zu verschaffen über deren Eignung. Dieses Jahr kamen außergewöhnlich viele zum Gespräch, besonders aus der Klasse 8d, und es waren deutlich mehr Mädchen als Jungen.
Auswahlkriterien für die zwölf Neuen waren jedoch nicht nur die Einschätzung der Lehrkräfte und der bisherigen Mentor:innen auf Grundlage der Bewerbungsgespräche, sondern auch das Notenbild der Bewerber:innen. Das ist nicht ganz unwichtig, denn man versäumt zu Beginn des Schuljahres bei der Begleitung der neuen Fünfklässler:innen immer wieder Unterricht – man sollte schon ganz gut in der schule sein.
Jede 5.Klasse hat nun drei Mentor:innen, darunter ist jeweils ein Junge. Ob wir angenommen wurden, wurde uns über das Schulportal mitgeteilt. Das führte zu vielen glücklichen, aber auch zu traurigen Gesichtern geführt. Ich wurde angenommen und habe mich riesig darüber gefreut.

Die Mentorfahrt

Vor den Sommerferien ging es für die alten und neuen Mentor:innen gemeinsam drei Tage auf die Mentorfahrt nach Darmstadt, wo wir gemeinsam das „Mentoring“ gelernt haben, Spiele kennengelernt, Erfahrung ausgetauscht, Plakate und Anstecker gebastelt und Darmstadt entdeckt haben. Außerdem haben wir erfahren, mit wem wir zusammen in unseren 5.Klasse sind. Ich bin bei der B-Klasse. Um dies herauszufinden, haben sich die alten Mentoren eine Schnitzeljagd ausgedacht, bei der wir in Dreierteams Hinweise zu unseren Klassen entschlüsseln mussten. Die ganze Fahrt hat sehr viel Spaß gemacht und dabei haben wir ganz viel gelernt.

Die Einschulung und die erste Woche

Am Dienstag nach den Sommerferien fand die Einschulungsfeier der Fünftklässler in der Aula statt. Dort waren wir Mentor:innen dabei. Nach dem Auftritt des Sechser-Chores und der Rede von Herrn Schwarz sind wir nach vorne gegangen und haben unser Mentor-Lied gesungen. Danach sind die Klassen eingeteilt worden und ich habe Anstecker an die Eltern verteilt, während die anderen beiden Mentoren angefangen haben, Spiele im Klassenraum zu spielen. Nach dem Austeilen habe ich mitgemacht und wir haben Spiele wie ,,Der wilde, wilde Wind weht” oder ,,Heiße Kartoffel” gespielt, aber auch Namensspiele wie ,,Schlaue Susanne”. Dann war der erste Tag auch schon rum.

Schulhausrallye

Am nächsten Tag machten wir die Schulhausrallye mit den Fünftklässlern . Bei der Schulrallye erhalten die Fünftklässler Fragen über die Schule und müssen diese beantworten, indem sie im Schulhaus nach Antworten suchen. Wir haben hinterher als kleine Belohnung Lollis verteilt, worüber sie sich sehr gefreut haben.

Sport im Team

Am Mittwoch gab es eine Sportveranstaltung in der Turnhalle, die von Herrn Conradi geleitet wurde. Bei der Veranstaltung sollten die Fünftklässler gemeinsam als Klasse verschiedene Aufgaben lösen, z.B. dass sich alle Kinder aus einer Klasse auf nur drei Kisten stellen. Das ist ganz schön herausfordernd, stärkt aber enorm die Klassengemeinschaft, wenn man versucht, die Aufgabe zu erfüllen – das geht nämlich nur gemeinsam.
Am Donnerstag haben sich die Lehrer:innen vorgestellt und es wurde mit dem ersten Unterricht begonnen. Und zum Abschluss am Freitag gab es einen Ausflug in den Grüneburgpark! Alle fünften Klassen spielten dort gemeinsam Spiele. Um 13 Uhr war der Tag vorbei und die erste Woche herum.
Aus meiner Sicht war sie sehr schön und es hat viel Spaß gemacht die Kinder zu unterstützen, es war aber auch sehr intensiv und anstrengend.

Hospitieren im Unterricht

Auch nach der ersten Woche sind wir Mentor:innen zu unseren Fünftklässlern gegangen und haben im Unterricht hospitiert. Das Hospitieren ist jedoch nur begrenzt möglich, da wir in der Zeit unseren eigenen Unterricht und damit Schulstoff verpassen. Manche Lehrer möchten deshalb nicht, dass wir in ihrem Unterricht fehlen, und manchmal ist auch uns selbst der Fachunterricht wichtig, sodass wir nur ab und zu in den Klassen sind. Der eigene Unterricht geht immer vor. Ich besuche meine Klasse momentan ca. zwei Mal die Woche. In der Zeit erkläre ich viel und unterstütze die Schüler:innen. Insgesamt haben mir die ersten Wochen mit den Fünftklässlern bisher viel Freude bereitet und ich freue mich schon auf die nächste Herausforderung: die Klassenfahrten der 5. Klassen!

Juli, 9d

Kurze Geschichten – lange im Kopf

Kurzgeschichten gehören zu den spannendsten Textsorten der Literatur, obwohl sie auf den ersten Blick schlicht wirken. Anders als in einem Roman gibt es keinen langen Einstieg, keine detaillierten Beschreibungen und keine vielschichtige Handlung über hunderte Seiten. Eine Kurzgeschichte beginnt mitten im Geschehen, zeigt eine Situation von besonderer Bedeutung und endet oft offen oder überraschend. Typisch sind wenige Figuren, ein begrenzter Ort und eine Handlung, die nur eine sehr kurze Zeitspanne umfasst. Gerade dadurch wirkt die Form so intensiv, denn in einer scheinbar kleinen Szene steckt oft ein ganzes Leben.

Die Wirkung einer Kurzgeschichte entsteht dadurch, dass sie einen Moment einfängt, den man im Alltag vielleicht übersehen würde. Oft geht es um Begegnungen, kleine Entscheidungen oder Situationen, in denen etwas kippt. Während ein Roman Zeit hat, Charaktere und Orte genau zu entwickeln, muss die Kurzgeschichte sofort fesseln. Schon der erste Satz kann darüber entscheiden, ob sie im Kopf bleibt. Auch das Ende ist besonders: Häufig wird nicht alles aufgelöst, sondern eine Leerstelle gelassen. Lesende überlegen dann selbst, wie es weitergeht – und genau das macht die Textsorte spannend.

Berühmte Beispiele für die Kurzgeschichte

Verschiedene Autorinnen und Autoren haben die Kurzgeschichte ganz unterschiedlich genutzt.

• Wolfgang Borchert schrieb nach dem Zweiten Weltkrieg Texte der Trümmerliteratur, in denen Hunger, Zerstörung und Hoffnungslosigkeit in wenigen Zeilen spürbar werden.

• Edgar Allan Poe ging ganz andere Wege. Er schrieb im 19. Jahrhundert düstere Schauergeschichten über Angst, Wahnsinn und Verbrechen und gilt als einer der Begründer der Kriminal- und Horrorgeschichte.

• Franz Kafka wiederum schuf rätselhafte, oft beklemmende Erzählungen über Macht, Entfremdung und Ausweglosigkeit, die die Lesenden bis heute zum Grübeln bringen.

An diesen Beispielen wird klar, dass Kurzgeschichten zwar die gleiche Form haben, inhaltlich aber ganz unterschiedliche Welten eröffnen.

Malik, 9d

Die Zauberkunst mit Karten

,,Das Kartenspiel ist kein normaler Gegenstand, sondern ein Instrument.“ -Roberto Giobbi

Ein Kartenspiel sieht auf den ersten Blick völlig harmlos aus: 52 Karten, bunt bedruckt, seit Jahrhunderten bekannt. Doch in den Händen einer Zauberin oder eines Zauberers wird es zu einem Werkzeug voller Möglichkeiten. Kartentricks gehören zu den ältesten und beliebtesten Kunststücken der Zauberei. Sie wirken oft verblüffend, obwohl nur ein einfaches Kartendeck benutzt wird.

Das Besondere an der Kartenmagie ist, dass sie mit einfachen Mitteln auskommt. Man braucht keine aufwendigen Geräte oder teure Requisiten, sondern nur ein Kartenspiel, flinke Hände und Übung. Beliebte Grundtechniken sind das falsche Mischen, das unauffällige Austauschen von Karten oder das gezielte Merken einzelner Spielkarten. Für Zuschauerinnen und Zuschauer sieht es so aus, als ob die Karten völlig zufällig verteilt werden – in Wahrheit führt der Zauberer sie geschickt an der Nase herum.

Viele berühmte Künstler haben die Kartenkunst geprägt. Dai Vernon, auch „The Professor“ genannt, gilt als einer der größten Kartenmagier aller Zeiten. Er revolutionierte Techniken und lehrte Generationen von Zauberern. Ricky Jay, ein US-amerikanischer Kartenkünstler, wurde durch seine unglaubliche Fingerfertigkeit und seine Auftritte in Filmen bekannt. Auch Juan Tamariz und sein Schüler Dani Da Ortiz aus Spanien sind weltberühmt: Sie begeistern das Publikum nicht nur mit Karten, sondern auch mit ihrer humorvollen Art, Geschichten zu erzählen. Aus Kanada stammt Shawn Farquhar, mehrfacher Weltmeister der Zauberkunst, der für seine originellen Routinen bekannt ist. Ein herausragender deutscher Kartenmagier ist Jan Logemann, der 2012 den ersten Preis in der Sparte Karten-Zauberkunst bei der FISM-Weltmeisterschaft in Blackpool, England, errang. Sein Stil zeichnet sich durch scheinbar chaotische, aber präzise ausgeführte Tricks aus, die das Publikum immer wieder überraschen.

Ein weiterer Grund, warum Kartentricks so faszinieren, ist die große Vielfalt. Manche Kunststücke sind kurz und knackig, wie das plötzliche Erraten einer Karte, an die jemand gedacht hat. Andere sind richtige kleine Geschichten, bei denen sich Karten an geheimnisvollen Orten wiederfinden oder scheinbar aus dem Nichts erscheinen. Dabei spielt auch die Präsentation eine große Rolle. Ein guter Zauberer weiß, wie er Spannung aufbaut, das Publikum einbezieht und die Aufmerksamkeit gezielt lenkt, damit die eigentlichen Griffe verborgen bleiben.

Wer selbst in die Zauberkunst einsteigen möchte, findet in Kartentricks einen idealen Anfang. Schon wenige Grundgriffe können ausreichen, um Freundinnen und Freunde zu beeindrucken. Wichtig ist, regelmäßig zu üben – am besten vor dem Spiegel – und darauf zu achten, dass die Bewegungen natürlich aussehen. Noch wichtiger ist aber die Haltung: Ein Zauberer verrät seine Geheimnisse nicht, denn die Magie lebt davon, dass das Publikum staunt und sich verzaubern lässt.

So zeigt die Kartenkunst eindrucksvoll, dass es nicht nur auf die Karten selbst ankommt, sondern auf die Art, wie man sie spielt. Ein bisschen Fingerfertigkeit, eine Portion Fantasie und viel Übung – Schon wird aus einem normalen Kartenspiel eine Welt voller Illusionen.

Malik, 9d

Breaking news: Die Mensa wird wieder geöffnet!

Achtung! An alle die dachten, sie müssten demächst mit Handschuhen zu Mittag essen… Gute Neuigkeiten!

Nach den Herbstferien dürfen wir endlich wieder in das frisch renovierte Gebäude der Mensa zurück! Ursprünglich sollte das eigentlich schon nach den Sommerferien möglich sein. Aber wie das so ist mit den Planungen… Also verabschieden wir uns jetzt bald von dem Foodtruck und begrüßen die (neue) alte Mensa! Danke an das Team der Mensa, die alles versucht haben, uns jeden Tag gut zu versorgen – auch unter den schwierigen Bedingungen auf dem Schulhof.

Raphael Walbott, 7d

Buchtipp: ,,Culpa Mía – Meine Schuld“ von Mercedes Ron

Verbotene Gefühle, starke Charaktere und ganz viel Drama – Culpa Mía ist der perfekte Roman für alle, die mitfühlen, mitfiebern und ein bisschen Herzklopfen beim Lesen mögen.

Worum geht’s?

Die 17-jährige Noah wird aus ihrem alten Leben gerissen, als ihre Mutter einen reichen Geschäftsmann heiratet. Widerwillig zieht sie mit ihr in dessen Villa – und trifft dort auf Nick, ihren neuen Stiefbruder. Er ist das genaue Gegenteil von ihr: impulsiv, geheimnisvoll, rebellisch. Eigentlich will Noah ihm nur aus dem Weg gehen – doch das Schicksal hat andere Pläne.

Zwischen den beiden entwickelt sich eine verbotene Anziehungskraft. Doch es ist nicht nur die Liebe, die alles kompliziert macht: Beide haben eine Vergangenheit, die sie einholt. Und was mit viel Spannung beginnt, wird bald zu einer gefährlichen Achterbahnfahrt aus Gefühlen, Lügen und Entscheidungen.

Warum solltest du es lesen?

· Die Geschichte ist emotional, spannend und voller überraschender Wendungen.
· Noah ist eine starke Hauptfigur, mit der man sich gut identifizieren kann.
· Die Liebesgeschichte ist mitreißend, aber auch dramatisch und nicht kitschig.
· Es geht um Vertrauen, Selbstfindung und den Mut, für sich selbst einzustehen.

Extra-Tipp:

Culpa Mía ist der erste Teil einer Trilogie – also perfekt, wenn du nach neuem Lesestoff suchst, der dich länger fesselt. Der Roman wurde sogar erfolgreich verfilmt (Amazon Prime), aber wie immer gilt: Das Buch ist noch besser als der Film!

Fazit: Ein Buch, das dich nicht mehr loslässt – spannend, gefühlvoll und perfekt für lange Sommerabende!

Achtung: Das Buch wird erst ab einem Alter von 14 Jahren empfohlen.

Zoë Wollin, 7c

Thementag Zivilcourage – ein Überblick

Am 02. Juli, in der letzten Schulwoche vor den Ferien, fand an der Bettinaschule ein Thementag zum Thema Zivilcourage statt. Jede Klasse und jeder Kurs arbeitete in den ersten vier Stunden dazu mit unterschiedlichsten Materialien. Es gab viele grundlegende Informationen zu Begriff und Thema, es wurde diskutiert, in manchen Klassen wurde praktisch gearbeitet mit Rollenspielen, in denen Situationen nachgestellt wurden, die Zivilcourage erfordern. Zum Abschluss erarbeiteten alle Schüler*innen gemeinsam Plakate, die Antworten auf verschiedenen Fragen zum Thema beantworteten: Was ist für dich Zivilcourage? Die Ergebnisse der ganzen Schulgemeinde wurde auf dem Schulhof aufgehangen und luden zu einem Gallery-Walk ein – siehe Bilderstrecke zum Thementag. 

Da die Arbeitsabläufe in allen Klassen (-stufen) und Kursen unterschiedlich aussahen und uns eure Meinung interessiert, haben wir in unserer Redaktion nach Rückmeldungen gefragt. 

,, Ich war vom Thementag positiv überrascht. Wir haben das Thema anhand von anschaulichen Beispielen besprochen und hatten wirklich viel Zeit um in größeren und kleineren Gruppen darüber zu sprechen. Insbesondere der Abschluss mit allen auf dem Pausenhof hat mir sehr gefallen, denn das hat den Tag sehr interaktiv gemacht und ein starkes Gefühl der Schulgemeinschaft erzeugt. Mir persönlich hat allerdings in der genaueren Themenauswahl unseres Jahrgangs, die Zivilcourage auf der Straße, bzw. in der Öffentlichkeit gefehlt, denn wir haben viel über Hilfsbereitschaft im Internet gesprochen und wie man wann eingreifen sollte, aber wie das in einer ,,realen‘‘ Situation, auf der Straße abläuft und wie man da am besten eingreift, hat mir an der Stelle noch gefehlt.‘‘ (11. Klasse) 

„Ich fand das Thema des Thementages sehr interessant. Jedoch wurde es langweilig „rübergebracht“. Wir haben Arbeitsblätter bekommen und ein bisschen über das Thema geredet. Zum Schluss wurde es interaktiver: Wir sollten Stichpunkte zu Zivilcourage aufschreiben, welche auf dem Schulhof ausgehangen wurden. Dies hat uns animiert über das Thema zu sprechen, was mir persönlich sehr gut gefallen hat.“ (8.Klasse)

„Ich fand den Thementag teilweise sehr gut. Da ich das Thema Zivilcourage schon in meinem Ethikkurs hatte, waren die ersten beiden Stunden des Thementags nur Wiederholung und eigentlich wie normaler Unterricht. In der dritten Stunde aber haben wir dann in Gruppen Plakate zum Thema gemacht und sie dann auf dem Schulhof zu den anderen gehangen. Ich fand es sehr interessant zu sehen, was die anderen Klassen dazu bearbeitet haben. Insgesamt fand ich es cool, mit der ganzen Schule ein gemeinsames Thema/Projekt zu haben und das dann am Ende des Tages in einer Art Galerie zusammenzutragen.“ (11. Klasse)


„Ich fand das „Zivilcourage“ als Thema unseres Thementags richtig gewählt wurde. Allerdings hätte ich mir gewünscht, dass auf viel mehr Aspekte des doch tiefgründigen Themas eingegangen wird. Es reicht meiner Ansicht nach nämlich nicht nur theoretisch über das Thema nachzudenken, sondern auch wie es vielleicht ihm eigenen Umfeld praktisch zum Einsatz kommen kann. Schließlich sollte das Ziel sein, aktiv unser gesellschaftliches Miteinander zu verbessern.“ (10. Klasse)

Geschichte kurz erklärt: Der Kalte Krieg

Der Kalte Krieg war eine Ära, in der sich – global betrachtet – Europa in eine westliche und eine östliche Machtsphäre aufteilte. Wie ist es dazu gekommen? Um diese Frage zu beantworten, müssen wir zurück in das Jahr 1945.

Das „Deutsche Reich“ unter Hitler ist kurz vor der Kapitulation. Die Alliierten haben Westeuropa und die Sowjetunion –  den größten Teil Osteuropas  – zurückerobert. Die Alliierten waren ein Bündnis zwischen den USA, Großbritannien, Frankreich und der damaligen Sowjetunion, einem Bündnis verschiedener östlicher Staaten, das von Russland geführt wurde.

Was du wissen musst, bevor du  weiterliest, ist, dass die Sowjetunion eine andere Wirtschaftsform und eine andere Staatsform hatte als die westlichen Staaten. Die Wirtschaftsform der Sowjetunion war kommunistisch, während die westlichen Staaten (Frankreich, Großbritannien und die USA) kapitalistisch organisiert waren. Die Staatsform der Sowjetunion war die einer Diktatur, die westlichen Ländern verstanden sich als Demokratien.  Es führt in diesem Beitrag zu weit, das genauer zu erläutern.

Nach dem Fall des Deutschen Reiches teilte sich Europa in zwei Einflusssphären auf. Auf der einen Seite gab es die „Ostblockländer“, die zur Sowjetunion gehörten. 1988 hatte die Sowjetunion 15 Unionsrepubliken mit fast 300 Millionen Einwohnern. Die Russische SFSR (Russische Sozialistische Föderative Sowjetrepublik) war sowohl flächen- als auch bevölkerungsmäßig die größte, und in politischer und wirtschaftlicher Hinsicht die dominierende Unionsrepublik. Russland führte die Sowjetunion an. Die westlichen Länder standen zunächst für sich, alle hatten eine demokratisch gewählte Führung.

Der Beginn des „Kalten Krieges“

Jetzt kommen wir zum Anfang des Kalten Krieges. Der kalte Krieg war kein richtiger Krieg, sondern eine Zeit hoher Spannungen zwischen den zwei Weltmächten USA und Sowjetunion und deren jeweiligen Verbündeten. Salopp gesagt, mochten sich Demokraten und Kommunisten nicht wirklich und die Spannungen zwischen dem Westen und dem Osten stiegen weiter an, da beide Weltmächte jeweils die stärkere sein wollten. Als die Nato am 4. April 1949 als Verteidigungsbündnis der westlichen Staaten gegründet wurde, sah die Sowjetunion dieses Bündnis als Bedrohung an.

Im März 1954 fragte die Sowjetunion bei der Nato nach, ob sie dem Bündnis beitreten, dürfe. Die Nato lehnte die Mitgliedschaft ab. Als Reaktion hat die Sowjetunionen am 14. Mai 1955 den Warschau Pakt gegründet mit den Mitgliedstaaten Polen, der DDR, Ungarn, der Tschechoslowakei, Rumänien und Albanien. Die Westalliierten waren mit diesem Pakt nie einverstanden. Daraufhin stiegen die Spannungen zwischen dem Westen und dem Osten immer weiter an. Das Wettrüsten mit der Aussicht auf einen neuerlichen Krieg war noch nie so stark wie damals und es gab immer wieder gegenseitige Drohungen. All das endete mit dem Fall der UdSSR – der  Sowjetunion – im Jahre 1991. Nun wurden auch die meisten Staaten im Osten demokratisch und vor allem die USA begannen abzurüsten. —- Heute haben wir eine völlig veränderte Weltlage. Aktuell gibt es einen neuen Rüstungswettlauf, angefacht durch den Krieg in der Ukraine. Zu all dem demnächst mehr!

Finn Krause, 7c

Quellen

https://de.wikipedia.org/wiki/NATO
https://www.military.com/history/russia-once-tried-join-nato-alliance-formed-counter-threats-russia.html#:~:text=In%20March%201954%2C%20the%20Soviets%20then%20sent%20the,the%20benefits%20of%20joining%20the%20North%20Atlantic%20Pact

Warschauer Pakt – Wikipedia

Theater Q2: „Gefühlschaos – Schule der Emotionen“

Am 11.06.2025 fand die diesjährige DS-Aufführung der Q2 in der Bettinaschule statt – und: Es wurde sehr emotional! Der 29-köpfige DS Kurs, geleitet von Frau Buhlmann, lud mit seinem Stück in die „Emotionsschule“ ein. Dort lernen die verschiedenen Emotionen, wie sie die Menschen steuern. Von der Einschulung bis zur Abschlussprüfung zeigten sie den Alltag in dieser besonderen Schule. Das Stück, inspiriert von dem Film „Alles steht Kopf“, stellte auf facettenreiche und lustige Art und Weise dar, wie unterschiedlich unsere Emotionen sind. Beim Zusammentreffen der verschiedenen Gefühle wurde nicht eine lustige Atmosphäre erzeugt, es wurden auch ernste Themen behandelt. So gab es ein paar Emotionen, die nicht klar zu den allseits bekannten zugeordnet werden konnten. Diese Gefühle taten sich schwer, sich zu integrieren, da sie von den anderen ausgegrenzt wurden. Damit präsentierte der Kurs indirekt auch ein klares Statement gegen Mobbing und distanzierte sich deutlich von Tendenzen, jene auszuschließen, die nicht ins „Schema“ passen.

Schlussendlich konnten auch die neuen, außergewöhnlichen Emotionen zusammenarbeiten und so bei ihrer „Abschlussprüfung“ in der Schule der Emotionen bestehen. Sowohl inhaltlich wie mit Blick auf die schauspielerische Leistung des Kurses war die Inszenierung sehr überzeugend und schön anzusehen. Das ganze Stück dauerte 45 Minuten, was für diese Erzählung fast ein bisschen zu kurz war. Trotzdem kann man sagen, dass die DS- Aufführung definitiv sehr gelungen war.

Luna Bender, E-Phase